Wie geht es an der Kirchenspitze weiter?
Dass es nicht lange dauern würde, bis die öffentlichen Spekulationen beginnen – das war sicher. Schließlich wurde in Kirchenkreisen bereits kräftig darüber diskutiert, wer künftig das Gesicht der katholischen Kirche in Deutschland sein könnte. Der Limburger Bischof Georg Bätzing hatte das repräsentative, aber mit wenig Machtfülle ausgestattete Amt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz im März 2020 übernommen. Er ging somit nicht nur dem Ende seiner regulären Amtszeit entgegen, er wirkte auf Beobachter zuletzt auch aufgerieben – von den heftigen Kämpfen um Kirchenreformen sowie von der massiven Kritik, die ihm etwa seine Haltung zur AfD einbrachte.
Bätzing hatte nicht nachgelassen, die teils als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestufte Partei als unvereinbar mit dem Christentum zu kritisieren. Im vergangenen September musste er sich daher von einem AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt anhören, er sei „vom Teufel geschickt“. Eine von zahlreichen wüsten Attacken. Innerhalb der Bischofskonferenz – dieses vielstimmigen Zusammenschlusses der Bischöfe aller 27 (Erz-)Bistümer in........
