Sie opfern ihre Freizeit für andere: Über 4500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit
Sanitätsdienste beim Jubiläum der Gesamtgemeinde, beim Kreiserntedankfest in Weiler und bei 14 weiteren, teils großen Veranstaltungen: für die Bereitschaft des Roten Kreuzes Königsfeld hielt das vergangene Jahr etliche Herausforderungen bereit. „Wir haben es geschafft. Das macht die Arbeit in einem Ortsverein aus, bringt einen aber ab und zu an den Rand der Verzweiflung.“ Es waren ehrliche Worte, die Bereitschaftsleiterin Silke Schwinghammer am Montagabend bei der Hauptversammlung des Ortsvereins fand.
Mit den Sanitätsdiensten (600 Helferstunden) war es aber noch lange nicht getan. Beachtliche 4500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden im Laufe des vergangenen Jahres insgesamt erfasst. Und auch in diesem Jahr hat der Ortsverein, zu dem auch die Gemeinde Mönchweiler zählt, mit dem dortigen Kreiserntedankfest wieder eine große Aufgabe vor der Brust.
Fortbildung und Proben sind unabdingbar
Regelmäßige Aus- und Fortbildung sowie Übungen sind für die Rotkreuzler unabdingbar. Dreimal trafen sich die Bereitschaftsmitglieder zu Proben mit der Feuerwehr, zwei mal in Mönchweiler und einmal in Burgberg. In Mönchweiler lag bei der ersten Übung für das Rote Kreuz der Schwerpunkt bei der angenommenen Evakuierung des Wohngebäudes an der Grundschule auf der Registrierung vornehmlicher fremdsprachiger Bewohner. Die zweite Übung war eine Gefahrgutübung im Gewerbegebiet mit dem Schwerpunkt der Patientenversorgung. In Burgberg wurde die Evakuierung der gesamten Schülerschaft der Grundschule geprobt.
Herausragend ist das Engagement von Bernd Pfeffinger. Er ist seit 60 Jahren Mitglied des Roten Kreuzes. 1966 trat er im Alter von 15 Jahren ins Jugendrotkreuz ein. 1982 wurde er stellvertretender Bereitschaftsleiter, 1990 Bereitschaftsleiter. Außerdem war er im Krankentransport und im Rettungsdienst tätig. Seit 30 Jahren ist Sonja Fuchs dabei, seit 15 Jahren Silke Schwinghammer. Birgit Santalucia, Susan Münch, Steffen Schunicht und Christian Hagen sind seit zehn Jahren Mitglied.
Das Geprobte einsetzen konnten die Rotkreuzler bei vier Alarmierungen. Beim Großbrand in der Gerberstraße war die Königsfelder Bereitschaft mit dem Lastwagen des Betreuungsdienstes vor Ort. In Bad Dürrheim war man Massenanfall von Verletzten im Rahmen des Riderman gefragt. Bei einem Brand in Fischbach wurde die Beritschaftsführung alarmiert und auch bei einer Polizeilage in Dauchingen war man vor Ort. Zudem ist auch das Helfer vor Ort Fahrzeug des Königsfelder Roten Kreuzes künftig wieder fleißig im Einsatz.
Bei sechs Blutspendeterminen, vier in Königsfeld und zwei in Mönchweiler, konnten 661 Blutkonserven entgegen genommen werden. 46 Erstspender kamen zu den Terminen. 95 Helfer mit 532 Arbeitsstunden koordinierte Irmgard Klee dabei.
Weiter stehen auf der Liste der erfassten Arbeitsstunden beispielsweise das Engagement in der Breitenausbildung, die Beteiligung am Weihnachtsmarkt mit einem eigenen Stand, die Kameradschaftspflege und etliche Sitzungen und Verwaltungsarbeit.
Der Dank gilt den Fördermitgliedern
Bauen kann das Rote Kreuz auf eine gestiegene Zahl von Fördermitgliedern. „Sie leisten einen ganz erheblichen Beitrag dazu, dass wir im Ortsverein unsere Arbeit leisten können“, sprach Vorsitzender Norbert Maurer seinen Dank aus. Eine Werbeaktion des Kreisverbandes, die in diesem Jahr in einzelnen Ortsteilen fortgeführt wird, war recht erfolgreich.
Bemerkenswert ist zudem, dass das Rotekreuz in Königsfeld nach wie vor und trotz der Neuregelung der Altkleidersammlung im Landkreis diese selbst betreibt. „Wir arbeiten dabei noch mit einem privaten Dienstleister zusammen“, berichtet Vorsitzender Norbert Mauerer, Das laufe gut, auch wenn ärgerlicher Weise auch recht viel Abfall in den Containern lande.
Gut läuft auch die Arbeit des Jugendrotkreuzes. Mit den Gruppenleitern Sandra Banschbach und Steffen Schunicht trafen sich in Mönchweiler im vergangenen Jahr 18 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis zwölf Jahren zu ihren Gruppenabenden. Sandra Banschbach wurde in Würdigung ihres besonderen Engagements im Jugendrotkreuz durch den Kreisverband die Auszeichnung des Humiroir verliehen.
Bei den anstehenden Wahlen wurden Schriftführer Helmut Stratmann sowie Irmgard Klee als Beisitzerin in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Neuer Beisitzer ist Michael Niefanger.
„Ich zolle dem Ortsverein große Hochachtung und Anerkennung für das breite Spektrum seines Engagements“, betonte Königsfelds Bürgermeister Fritz Link. Ebenso wie Rudolf Fluck, sein ebenfalls anwesender Kollege aus Mönchweiler, sprach er den Helfern seinen ganz ausdrücklichen Dank aus.
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