Kieschtock-Zunft hat gewaltige Aufgaben vor der Brust
Ärmel hochkrempeln, anpacken und zeigen, was eine Gemeinschaft ausrichten kann, wenn alle an einem Strang ziehen: Etwas anderes wird den Mitgliedern der Unterkirnacher Kieschtock-Zunft in den kommenden Monaten nicht übrig bleiben. Zu groß ist das Programm, das sie sich auferlegt haben.
Schon seit Jahren steht der Wunsch nach einem eigenen Vereinsdomizil weit oben auf der Wunschliste der Kieschtock-Zunft. Viele Möglichkeiten wurden geprüft und wieder verworfen. Im vergangenen Jahr konnte die Zunft nun eine alte Lagerhalle in der Villinger Straße erwerben. Die so herzurichten, dass daraus ein schönes Narrendomizil werden kann, ist für die Zunft sowohl vom Arbeitsaufwand als auch finanziell eine Herausforderung. Auf rund 250 Quadratmetern Nutzfläche sollen in dem Gebäude eine große Lagerhalle, ein Sitzungsraum, Sanitärräume und ein Küchenbereich entstehen. Dafür ist eine grundlegende Sanierung des Gebäudes notwendig.
Mit dem eigenen Schopf will sich die Zunft einen großen Wunsch erfüllen
Zunächst sei der Zeitplan so gewesen, dass man im Sommer kommenden Jahres mit den Arbeiten beginnen wollte. So hätte man zunächst das Narrentreffen organisieren können. Die Auflagen für Fördermittel machen aber einen Baubeginn in diesem Jahr notwendig. Deshalb habe man, so berichtete die stellvertretende Vorsitzende Jessica Krezalek im Rahmen der Hauptversammlung am Freitagabend in der Schlossberghalle, die Zeitplanung überarbeitet. Aktuell läuft noch der Antrag auf Leader Förderung, ein Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raums. „Daumen drücken, dass wir die Zusage bekommen“, bittet die Vizechefin der Zunft. Die Entscheidung über die Vergabe soll im Mai erfolgen.
Der Bauantrag soll jetzt kurzfristig gestellt werden. Im Juni will die Zunft mit dem Rückbau des Gebäudes beginnen. Bis zum Jahresende soll die Gebäudehülle fertig sein. Im kommenden Jahr soll dann der Innenausbau erfolgen. „Wir wissen, das ist sehr sportlich. Wir brauchen ganz viel Unterstützung, denken aber, das ist machbar“, gibt Jessica Krezalek die Überlegungen von Vorstand und Bauausschuss wieder. Federführend stehen sie und Jürgen Weißer für den Umbau.
An drei Tagen wird ganz groß gefeiert
Vom 22. bis 24. Januar richtet die Kieschtock-Zunft anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens das große Narrentreffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung aus. Im Rahmen der Hauptversammlung gab die Zunft einen Einblick ins geplante Programm. Start des Narrentreffens soll am Freitag, 22. Januar, um 19 Uhr mit einem Nachtumzug sein. Maximal 40 Gruppen dürfen daran teilnehmen. Anschließend wird das Narrendorf auf dem Parkplatz des Sportlertreffs mit einer Guggenmusikparty eröffnet. Drei große Zelte werden im Narrendorf stehen. Eines davon wird die Kieschtock-Zunft selbst bewirtschaften.
Am Samstag, 23. Januar, findet zunächst um 13 Uhr ein Kinderumzug mit anschließendem Kinderball statt. Abends steht eine Premiere ins Haus. In den beiden Hallen der Schlossberghalle finden zeitgleich zwei Bälle statt. Um 20 Uhr beginnt der Zunftball in der oberen Halle, um 20.15 Uhr der Brauchtumsabend der Narrenvereinigung in der unteren Halle. Bei beiden Bällen wird zeitversetzt das gleiche Programm gezeigt. Parallel läuft der Festbetrieb im Narrendorf. Der Sonntag, 24. Januar, startet um 9 Uhr mit einer Narrenmesse. Um 10.30 Uhr ist Zunftmeisterempfang und um 13 Uhr startet der große Umzug.
Informationen und Termine
Bei zwei Informationsveranstaltungen wird die Kieschtock-Zunft über ihre Vorhaben informieren. Am Dienstag, 21. April, um 19.30 Uhr lädt sie zu einer Informationsveranstaltung zum Narrentreffen in die Schlossberghalle. Am Sonntag, 26. April, von 11 bis 16 Uhr findet dann ebenfalls in der Schlossberghalle eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Zunftschopf statt. Unterstützen kann man die Kieschtock-Zunft durch den Besuch folgender Veranstaltungen: Am 1. und 2. August findet das Sommerfest der Zunft statt. Am 17. Oktober lädt sie zum Theaterabend und am 18. Oktober zur Kilwe.
Für die Schwarzwälder Narrenvereinigung bedankte sich deren Vizepräsident Karlheinz Bähr im Rahmen der Hauptversammlung bei der Kieschtock-Zunft für die Bereitschaft das Narrentreffen auszurichten. Es sei der neunte Schwarzwälder Narrentag erklärte er. Als solcher habe das Treffen bei der Narrenvereinigung mit ihren über 50 Zünften einen besonderen Stellenwert. „Das Treffen wird eine tolle Sache, aber wir brauchen auch jede helfende Hand“, appellierte der Unterkirnacher Zunftmeister an die Mitglieder.
Verbandsorden für Marco Jäckle
Darüber hinaus blickte die Kieschtöck mit ihren über 300 Mitgliedern bei der Hauptversammlung auf ein relativ unspektakuläres Vereinsjahr zurück. In ihren Geschäftsberichten wussten die Gruppenführer der Kieschtöck, der Beerewieble und der Holzwieber sowie der Fanfarenfetzer, der Trachtenfrauen und der Zinkenrat über allerlei gemeinsame Unternehmungen und natürlich die Fasnet zu berichten. Auf Antrag in geheimer Wahl wurden Vorsitzender Uwe Kreuzpointner und Kassierer Pascal Janßen erneut gewählt. Die Gruppenführer wurden bestätigt. Für fünfjährige Mitgliedschaft wurden Fabian Götz und Lisa Auber mit dem Holzorden ausgezeichnet. Paul Neugart wurde für 40-jährige Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Marco Jäckle erhielt für sein umfassendes Engagement durch Karlheinz Bähr den Verbandsorden in Bronze verliehen.
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