Tückische Krankheit, starke Bande: Wie Betroffene von Multipler Sklerose sich Mut machen |
Axel Drexler nahm die Diagnose erst einmal auf die leichte Schulter: „Ich habe zur Ärztin gesagt, da wird es doch bestimmt eine Tablette dagegen geben.“ Doch er täuschte sich. Drechsler hat die besonders tückische Form der Multiplen Sklerose (MS), die nicht in Schüben verläuft, sondern einen kontinuierlichen Abbau des Zustands zur Folge hat. „Jeder Infekt hat mich näher zum Rollstuhl gebracht“, sagt er. In diesem sitzt der 67-Jährige inzwischen. Obwohl es einigen Aufwand bedeutet, kommen er und seine gesunde Partnerin gern zu den Selbsthilfe-Stammtischen der Amsel-Kontaktgruppe Konstanz. Denn ohne diese, das sind sich Axel Drexler und andere Betroffene sicher, wäre es schwerer, mit der Krankheit umzugehen.
Amsel steht für Aktion Multiple-Sklerose-Erkrankter. Die Organisation in Konstanz mit ihren heute rund 120 Mitgliedern besteht seit 50 Jahren. Sie hat jeden Monat Stammtische, im Wechsel in Konstanz und Singen, Fachvorträge und Freizeitaktionen. Viele, die hierherkommen, schätzen daran, dass sie sich in den Runden nicht erklären müssen – so auch Petra Drexler, die gesunde Partnerin von Axel. „Was glauben Sie, wie blöd die Leute gucken, wenn ich meinen Mann füttere! Aber hier fragt niemand“, sagt sie.
Der frühere Berufskraftfahrer erlebte die........