Die Ära Roland Drews endet: Nach fast 40 Jahren steckt ein Neuer im Hans-Kuony-Häs |
39 Jahre lang war Roland Drews der Hans Kuony von Stocken. Zu dieser Rolle kam er unerwartet, denn zunächst saß er ein Jahr als Gerichtsnarr im Kollegium des Narrengerichts. Da er in seinen Zwanzigern auch als Nikolaus aktiv war, habe er das Kostüm beim „Merz Mundi“ (unter diesem Namen war Edmund Merz überall bekannt) holen wollen. „Das kannst du auch mitnehmen“, habe der gesagt und ihm mit den Worten „Den kannst du jetzt machen, ich hab‘ das sowieso nie gern gemacht“ auch sein Hans-Kuony-Häs überreicht. Er habe das Häs mit den 88 Glöckchen hochgehalten und gedacht: „Mensch, das klingt annähernd wie ein Hänsele. Das ist meine Welt.“
Bei seiner Premiere habe „d‘ Nellenburgere“ Sophie Schubert zu ihm gesagt, er sehe so toll aus, das Kostüm gehöre einfach zur Stockacher Fasnacht und er solle es doch immer anziehen. Ursprünglich sei Kuony nur am Schmotzige Dunschtig und alle vier Jahre beim großen Narrentreffen zu sehen gewesen, erläutert Drews. „Von dort an habe ich den Hans Kuony gelebt. 1994 habe ich für meinen Sohn ein kleines Häs anfertigen lassen und ihn ganz stolz mitgenommen. Er war der erste von elf kleinen Kuonys.“
Ein Journalist der Deutschen Presseagentur habe festgestellt, dass das Hans-Kuony-Kostüm das älteste deutsche Fasnachtskostüm sei und ihn nach seinen Aufgaben gefragt. „‘Nix. Ich mache nix, ich rede nix‘, habe ich gesagt.“ Daraufhin habe Narrenrichter Karl Bosch beschlossen, er müsse am Schmotzige Dunschtig irgendwas sagen. „Er meinte: ‚Ich........