Am hellichten Tag huschen Ratten durchs Dorf: So geht Wahlwies das Nager-Problem an
Vor Kurzem war der Schreck groß: Mitten am Tag huschte in Wahlwies zwischen den Autos eine Ratte über die Straße. Und das ist kein Einzelfall. Ortsvorsteher Alexander Buhl teilt auf SÜDKURIER-Nachfrage mit, dass Einwohner etwa Ende März oder Anfang April erstmals tagsüber Ratten im Ort gesichtet hätten. Meldungen kamen beispielsweise aus der Espasinger Straße, der Stahringer Straße, der Leonhard- und der Friedhofstraße sowie vom Maisenbühl – also aus dem ganzen Ortsgebiet.
„Sie tagsüber zu sehen, ist ein schlechtes Zeichen“, so Buhl. Normalerweise sind Ratten nämlich dämmerungs- und nachtaktiv. Wenn man am helllichten Tag Ratten herumlaufen sieht, ist das Revier meist überbevölkert. Sobald regelmäßig Tiere im Garten oder am Haus gesichtet werden, gilt das als ungewöhnlich und erfordert Bekämpfungsmaßnahmen. Mitarbeiter der Technischen Dienste der Stadt Stockach sind dafür im Einsatz.
Normal sind eine bis drei Ratten pro Einwohner
Dass es im Ort Ratten gibt, ist grundsätzlich völlig normal. Als Faustregel geht man von einer bis drei Ratten pro Einwohner in menschlichen Siedlungen aus. Ratten vermehren sich allerdings rasant und können schnell zu Infektionsüberträgern werden. Warum es in Wahlwies zuletzt merklich mehr Tiere waren, kann der Ortsvorsteher nicht erklären. Solche Wellen habe es wohl früher schon alle paar Jahre gegeben.
Buhl erzählt, die Leute seien alle sehr bemüht gewesen, hätten Fallen aufgestellt, damit auch Ratten gefangen und........
