Vorsprung im Straßenwahlkampf - wie die AfD mobilisiert

Ein leuchtend blauer Infostand in der Innenstadt, die Gruppe hält fröhlich Werbemittel in die Kamera - es ist ein wiederkehrendes Bild, dass sachsen-anhaltische AfD-Politiker auf ihren Kanälen im Internet posten. Die Stimmung ist in der Regel „großartig“, der Zuspruch „phänomenal“ und man nennt sich selbstbewusst „Bürgerpartei“. „Hol dir dein Land zurück“, steht auf dem Schirm am Stand. Auf den Straßen in Sachsen-Anhalt hat die AfD inzwischen eine Menge Land erobert.

Die Rechtspopulisten sind seit Jahren an vielen Orten regelmäßig vertreten - nicht nur mit Infoständen, sondern auch bei Demonstrationen und Bürgerdialogen. Das große Ziel: der Sieg bei der Landtagswahl im September. Die angestrebte Alleinregierung soll das Ergebnis einer Fleißarbeit auf den Straßen in Magdeburg, Bitterfeld und Naumburg sein - die Unzufriedenheit und den Frust der Menschen anhören und am Ende versprechen, dass sich mit der AfD vieles ändern würde.

Ankämpfen gegen einen gemeinsamen Gegner

„Es fällt auf, dass die AfD stärker mobilisiert als die Mainstream-Parteien – obwohl sie weniger Mitglieder hat als CDU oder SPD“, sagt der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne. „Viele AfD-Mitglieder sind motiviert und engagiert.“ Mit den gemeinsamen Aktionen würden Gefühle der Verbundenheit gefördert. „Das........

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