Sichtbar werden mit Fleiß - Schulzes Kampf gegen die AfD |
Gefrühstückt hat Sven Schulze aus der grünen Brotdose. Eine von drei solchen Boxen verlässt morgens mit dem Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts das Haus, zwei weitere mit seinen Kindern. Der Tag des 46-Jährigen beginnt gegen 5.30 Uhr, oft kehrt er erst spät zurück. Dazwischen tut der CDU-Politiker alles dafür, ein möglichst sichtbarer Regierungschef zu sein. Die Sachsen-Anhalter sollen sehen, dass er sich für sie einsetzt - in Magdeburg, aber auch in Berlin und Brüssel.
Seit 100 Tagen ist Schulze nun im Amt. Sein großes Ziel: Die Menschen sollen ihn am 6. September wiederwählen - und ihr Kreuz nicht bei der AfD setzen. Die führt mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Umfragen deutlich und mobilisiert Tausende zu Bürgerdialogen und Festen im ganzen Land.
Schulze oder eine AfD-Alleinregierung
Schulze oder die erste Alleinregierung der AfD in Deutschland - das ist das Szenario, was viele Medien entwerfen. Doch auch der CDU-Politiker forciert dieses Duell. „Ganz Deutschland wird am 6. September auf Sachsen-Anhalt gucken. Aber wenn der 6. September vorbei ist, wird Deutschland nicht auf Sachsen-Anhalt warten“, sagt Schulze. „Ich möchte nicht, dass wir hier ein Experimentierfeld werden, ich möchte nicht, dass dieses Land isoliert wird. Sachsen-Anhalt darf innerhalb Deutschlands keine abgeschottete Insel sein.“
In den ersten........