Richtfest für ein wichtiges Gebäude. Nun geht es an den Innenanbau der Schulerweiterung |
Richtfeste werden immer weniger, sagten Mitarbeiter der Holzbau Schmäh in Meersburg. Umso erfreulicher war das Zusammentreffen aller am Erweiterungsbau der Bermatinger Grundschule Beteiligten, um mit Richtspruch und kleiner Feier auf den für die Gemeinde wichtigen Bau anzustoßen. Handwerker, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Architekt Tobias Müller, Fachingenieure, Rektorin Helen Steiner mit Kollegium, Betreuer, Elternbeiräte sowie Mitarbeiter des Rathauses freuten sich über den im Zeitplan liegenden Bauprozess und die künftigen Räume, in denen die Kinder unterrichtet und betreut werden. Der Innenausbau hat bereits begonnen.
Bürgermeister Martin Rupp hebt Bedeutung des Baus hervor
Freuen dürfen sich auch die Anwohner, die mit Interesse, Neugier und vielleicht sogar Argwohn den Baufortschritt verfolgt hatten, mutmaßte Bürgermeister Martin Rupp in seiner Ansprache. Deren Sicht sei mit dem Flachdach nicht verbaut worden. Er hob die Bedeutung der Erweiterung der Bildungseinrichtung hervor: Hier werde eine neue Atmosphäre fürs Lernen und Unterrichten geschaffen. Die neuen Klassenzimmer, Differenzierungs- und Fachräume würden hell und lichtdurchflutet wie der gesamte Neubau, der architektonisch gelungen sei.
Mit Gesamtkosten von rund 5,9 Millionen Euro stelle dies die Gemeinde vor Herausforderungen. Nach Berücksichtigung staatlicher Zuschüsse blieben noch 2,5 Millionen Euro an Eigenanteil. „Trotz dieser erheblichen Investitions- und Folgekosten war es für den Gemeinderat keine Frage, hier tätig zu werden und die Sanierung und Erweiterung nicht nur mit Blick auf den Rechtsanspruch der Ganztagsbetreuung anzugehen“, sagte Rupp. Er sei überzeugt, dass eine Gemeinde ihr Geld nicht besser als in der Zukunft der Kinder anlegen könne.
Bau verlief bislang zügig und reibungslos
Zügig und reibungslos verlief der Bau, das Dach sei geschlossen, die meisten Fenster eingebaut, dankte Rupp allen Beteiligten und jenen, die durch den Prozess beeinträchtigt und eingeschränkt wurden. Wie schnell der Bau voranging, hatte auch Rektorin Helen Steiner erstaunt. Sie würdigte die vertrauensvolle, enge und reibungslose Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Schule und Gemeinde, die sie mit Blick auf den Umzug zuversichtlich macht.
Die gute, schnelle und konstruktive Arbeit der Handwerker und anderer Beteiligten sowie die Zusammenarbeit hätten dazu geführt, dass der Terminplan eingehalten worden sei, sagte Architekt Tobias Müller, darauf vertrauend, dass alles weiter nach Plan verläuft.
Geselligkeit nach dem Richtspruch
Den Besuchern bot sich ein schönes Bild auf dem Dach mit bändergeschmücktem Bäumchen und sechs Auszubildenden der Zimmerei Holzbau Schmäh in Meersburg: Franca Schwarz verlas den Richtspruch und stieß mit ihren Kollegen nach jedem Hoch auf die Kinder, Zimmerer, Handwerker und Geldgeber an, bevor sie der Tradition folgend ihr Glas gezielt auf den Boden warf, damit es zersprang und damit Glück und Segen bringen soll.
Bei Leberkäsweckle und Getränken entwickelten sich Gespräche und die Gäste nutzten die Gelegenheit, den Rohbau, in dem die Kinder künftig unterrichtet, toben, spielen, betreut und ausruhen werden, zu besichtigen.
Die Erweiterung der Grundschule Bermatingen wurde durch den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder nötig. Er greift ab Schuljahr 2026/27 und wird stufenweise eingeführt, beginnend mit Klassenstufe 1. Ab Schuljahr 2029/2030 hat dann jedes Kind von Montag bis Freitag einen Anspruch auf Betreuung an fünf Wochentagen von bis zu acht Stunden. Der Rechtsanspruch gilt auch für die Ferien, mit Ausnahme von 20 Tagen.
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