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Warum ein Ebola-Patient aus den USA in der Berliner Charité behandelt wird

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21.05.2026

Sogar der amerikanische Außenminister ließ es sich nicht nehmen, Deutschland zu loben. „Vielen Dank an Bundeskanzler Merz und unsere Freunde in Deutschland für ihre schnelle Unterstützung bei der Versorgung der Amerikaner, die von dem Ebola-Ausbruch betroffen sind“, erklärte Marco Rubio. „Wir sind dankbar für Ihre Partnerschaft.“ An der Berliner Charité wird ein mit dem gefährlichen Virus infizierter Amerikaner behandelt.

Natürlich an der Charité, wo sonst? Deutschlands bekanntestes Krankenhaus (die Schwarzwaldklinik gibt es nur im Film) ist die erste Adresse, an die es geht, wenn es ernst wird. Doch was macht dieses Krankenhaus so besonders? Die Liste der berühmten Patienten ist lang: Altkanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, SED-Chef Erich Honecker. Otto von Bismarck ließ sich von Charité-Medizinern behandeln, obwohl er Ärzten grundsätzlich misstraute. Vor sechs Jahren wurde der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny in der Charité gerettet, nachdem er in seiner Heimat vergiftet wurde.

Charité entwickelt sich aus Pesthaus zu Spezialklinik für Infektionen

Seinen Namen erhielt das Haus durch königlichen Erlass. „Es soll das Haus die Charité heißen“, bestimmte Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1727. Damals wollten die europäischen Fürsten alle so sein wie die Monarchen Frankreichs. Charité ist französisch für Caritas oder Nächstenliebe. In zwei Jahren feiert die Klinik ihren 300. Geburtstag. Ihr Ursprung: Ein Pesthaus. Schon am Anfang ging es um........

© Südkurier