Zwischen A98 und Bahn: Solarpark Luttingen geht ans Netz – Schafe sollen folgen

Der Solarpark in Luttingen ist die neueste von drei Freiflächen-Photovoltaikanlagen, die Naturenergie seit 2019 in Südbaden realisiert hat. Die Anlage erfülle laut Unternehmen mit einer Jahresleistung von rund 2,6 Millionen Kilowattstunden Solarstrom einen wichtigen Beitrag zur regionalen erneuerbaren Stromversorgung. Am Freitagnachmittag wurde die Anlage zusammen mit interessierten Bürgern eingeweiht.

Solarpark Luttingen: Standort zwischen A98 und Hochrheinbahn

Im September des vergangenen Jahres erfolgte der Spatenstich. Der Solarpark wurde auf einer dafür privilegierten Fläche zwischen der A98 und der Hochrheinbahnstrecke oberhalb Luttingen errichtet. Bei der Planung wie auch bei der Umsetzung wurde besonderer Wert auf eine wirtschaftliche, standortangepasste und naturverträgliche Realisierung gelegt, betont Naturenergie. Noch sind die Flächen unter den rund einen Meter vom Boden montierten Solarmodulen kahl. Das soll sich jedoch bald ändern. Geplant ist, dass Saatgut ausgebracht wird. Für viele Tiere soll dann ein wertvoller Lebensraum entstehen. Vorgesehen ist zudem eine Beweidung durch Schafe.

Der Solarpark ist für eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgerichtet. Klaus Müller, Mitglied der Geschäftsführung von Naturenergie, sagte zum Projekt: „Der Solarpark Laufenburg-Luttingen steht beispielhaft dafür, wie Naturenergie den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region vorantreibt. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Kommunen eine verlässliche und nachhaltige Energiezukunft vor Ort zu gestalten.“ Eine nachhaltige Energieversorgung sei jedoch nicht zum Nulltarif zu bekommen. Naturenergie beabsichtige bis 2030 rund eine Milliarde Euro dafür zu investieren, teilte Müller in seiner Ansprache mit. Christoph Umbricht, Naturenergie-Bereichsleiter für Freiflächenentwicklung, betonte, dass das Projekt durch eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten realisiert werden konnte.

Bürger können sich am Projekt beteiligen

Energie und Laufenburg passe historisch gut zusammen, sagte Bürgermeister Ulrich Krieger an der Einweihung des Solarparks in Luttingen mit einem Rückblick auf das 1914 in Betrieb genommene Rheinkraftwerk und auf den „Stern von Laufenburg“, das Umspannwerk in Laufenburg Schweiz, das 1958 erstmals grenzüberschreitend Stromnetze zusammenschaltete. Zwar habe das Projekt Solarpark in Luttingen nicht die Größe der vorgenannten historischen Projekte, aber dennoch handle es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Bereich der Energiewende und des Klimaschutzes, die sich nur gemeinsam bewältigen ließe, wie Krieger betonte. Zudem lobte Bürgermeister Krieger die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung. „Bürger können so die Energiewende direkt vor Ort aktiv mitgestalten und durch die regionale Beteiligung davon profitieren“, sagte Krieger.

Solarpark Laufenburg-Luttingen

Technische Daten des Solarparks Laufenburg-Luttingen: Standort: zwischen der A98 und der Hochrheinbahnstrecke; Leistung: 2,27 Megawattpeak; Fläche: 1,9 Hektar; rund 10.000 Quadratmeter Solarmodulfläche; jährlicher Stromertrag rund 2,6 Millionen Kilowattstunden; die Anlage liefert Strom für über 870 Haushalte; die vorgesehene Betriebsdauer beträgt 30 Jahre; rund 1.700 Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr; Investitionsvolumen rund 1,7 Millionen Euro.Bürgerbeteiligung: Laufenburger Bürger können sich finanziell mit Beträgen ab 500 Euro an dem Projekt beteiligen. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre. Der Zinssatz liegt bei 4 Prozent/Jahr. Zeichnungsberechtigt sind im ersten Schritt nur Bürger des Laufenburger Postleitzahlengebiets 79725.

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