Blick in die Zukunft: Jugend und Begegnung im Fokus der Bürger

Wie stellen sich die Murger in den nächsten zehn Jahren ihr Leben in ihrer Gemeinde vor? Was sind ihre Anliegen, was sind ihre Wünsche? Gut 150 Bürgerinnen und Bürger diskutierten dazu am Donnerstagabend in der Murgtalhalle im Rahmen eines Zukunftsdialogs zur Fortschreibung des kommunalen Leitbilds. Dabei rückten vor allem die Jugend und Möglichkeiten zur Begegnung in den Fokus.

Rund 60 Stühle standen bereit, und dass diese schließlich bei Weitem nicht ausreichten, freute die Organisatoren ganz besonders. Allen voran Bürgermeister Adrian Schmidle, der ebenso zufrieden viel Jugend unter den Teilnehmern ausmachte. Auch die beiden Moderatoren, Personalcoach Leila Adjemi und Kommunikationsexperte Reto Bosch, die den Fortschreibungsprozess von Anbeginn begleiten, konstatierten einen „tollen Querschnitt“ an Teilnehmern in der Murgtalhalle.

An sieben Tischen diskutierten die Teilnehmer schließlich nach dem Prinzip der sogenannten Road-Cafés verschiedene Themenbereiche: Das waren unter anderem Zusammenleben und gesellschaftlicher Zusammenhalt, der Bereich Jugend, Bildung und Zukunftsperspektiven, aber auch Wirtschaft, Arbeit und Versorgung oder Umwelt, Klima und Lebensqualität. Ein Tisch war der Joker, das heißt, ohne ein spezifisches Thema. Nach jeweils 20 Minuten Diskussionszeit wechselten die Gesprächsrunden an den nächsten Tisch. Anschließend waren die Teilnehmer gefordert, ihre Favoriten unter den Anregungen zu priorisieren.

Als absolute Spitzenreiter stellten sich dabei ein Treffpunkt für die Jugendlichen heraus, eine Vollzeitstelle für eine Schulsozialarbeiterin und Sanierung der Schulen. Viele Punkte gab es aber auch für ein Gym, also ein Fitnessstudio, Räumlichkeiten für Vereine, Wertschätzung für Ehrenamtliche, verlässliches Internet, neue Gewerbeflächen, genossenschaftliche Energieerzeugung, Mehrgenerationen-Wohnanlagen, Schul- und Fahrradwege und öffentlicher Verkehr, öffentliche Orte der Begegnung. Auch ein McDonald’s schaffte es übrigens auf die vorderen Plätze.

„Es ist nichts dabei, was wir nicht im Blick hätten“, bemerkte dazu Bürgermeister Adrian Schmidle und versicherte, dass der Gemeinderat diese Anliegen auch in Zukunft berücksichtige. Ins Leitbild werden später dann zwar lediglich die großen Perspektiven zu finden sein, aber die Moderatoren betonten, dass zusätzlich sämtliche Anregungen in einer Dokumentation festgehalten werden.

Der Zukunftsdialog in der Murgtalhalle war ein wesentlicher Baustein des Beteiligungsprozesses zur Fortschreibung des Leitbilds der Gemeinde Murg. Der Prozessauftakt war die Klausurtagung des Gemeinderats im Dezember des vergangenen Jahres. Anschließend startete die Aktivierungsphase, die „aufsuchende Bürgerbeteiligung.“ In zahlreichen Gesprächen konnten die verschiedenen Gruppierungen in der Gemeinde ihre Perspektiven einbringen: unter anderem Vereine, Schulen, Kindergärten, kirchliche Gruppen, Jugend, Senioren, Verwaltung und Gewerbe.

Der Beteiligungsprozess ist mit dem Zukunftsdialog bislang nicht zu Ende. Bürgerinnen und Bürger haben noch bis zum 30. März 2026 die Möglichkeit, auch digital an der Fortschreibung teilzunehmen. Die Umfrage entspricht jenen Fragen, die auch beim Zukunftsdialog in der Murgtalhalle an den Thementischen diskutiert wurden. Folgender Link führt zur Umfrage https://www.menti.com/alxgdgsvm5fu.

Mit Ende der digitalen Umfrage ist der Leitbildprozess schließlich auf der Zielgeraden. Die Ergebnisse der Gespräche, des Zukunftsdialogs und der Online-Beteiligung werden zusammengeführt und in das Leitbild übernommen. Reto Bosch geht davon aus, dass der Prozess im Mai abgeschlossen werden kann.

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