Als das „Snitzel-Business“ schwäbischer Dorfbuben explodierte |
„Hi, Icke bin’s, alter Ami Rik De Lisle“ – die Stimme der lässigen, freundlichen USA, die in Berlin fast jeder kennt, meldet sich jahrzehntelang aus dem Äther. Dass sie jetzt verstummt ist, macht viele Fans umso trauriger, als gerade vor allem eine sehr unfreundliche amerikanische Stimme zu hören ist: Präsident Donald Trump droht, einen Teil der knapp 40.000 in Deutschland verbliebenen US-Soldaten abzuziehen. Zu Hochzeiten des Kalten Krieges waren es bis zu siebenmal so viele.
Aus Milwaukee an die Spree
Einer ist Rik De Lisle aus Milwaukee, 1978 kommt er in die eingeschlossene Stadt West-Berlin, um Radiosendungen für die dort stationierten US-Truppen zu moderieren. Doch die amerikanisch-coole Art, wie er Rock, Pop oder Soul präsentiert, macht ihn schnell zum Liebling der einheimischen Jugend – sogar jenseits der Mauer, in der sozialistischen DDR – trotz aller Verbote.
Später moderiert De Lisle für deutsche Radiosender. Selbst Studenten aus der linken Szene lieben seine........