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Schon fünf Minuten Spazierengehen verlängern das Leben

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29.03.2026

Abends bleibt es nun länger hell, die ersten Blumen blühen auf und überall sieht man Osterhasen in den Schaufenstern: Der Frühling tastet sich immer weiter voran. Umso mehr steigt die Lust auf einen Spaziergang in der Natur. Mindestens genauso verlockend ist es aber, sich mit Kaffee und Kuchen auf die Terrasse zu setzen und die Sonne zu genießen. Warum man sich dennoch zumindest zu einer kleinen Runde durch die Nachbarschaft aufraffen sollte, zeigt eine aktuelle Studie. Deren Ergebnisse legen nahe: Wer sich täglich nur ein paar Minuten mehr bewegt, kann sein Leben verlängern.

Für die Studie analysierte ein Forscherteam die Daten von mehr als 40.000 Männern und Frauen aus den USA, Norwegen und Schweden. Alle Versuchsteilnehmer waren über 40 Jahre alt. Über mehrere Jahre hinweg wurde gemessen, wie viel Zeit sie im Sitzen verbrachten und wie viel sie sich bewegten. Als Bewegung ließen die Forscher auch leichte körperliche Aktivität gelten, also etwa flottes Spazierengehen. Diese Daten wurden über Beschleunigungsmesser erhoben, die die Teilnehmer an der Hüfte trugen. Zudem erfassten die Wissenschaftler, sobald jemand von den Probanden starb. Ziel der Studie war es, folgende Frage zu beantworten: Wie viele Todesfälle hätte man hypothetisch vermeiden können, wenn sich die Versuchsteilnehmer täglich nur ein paar Minuten mehr bewegt hätten? Dafür berechneten die Wissenschaftler Schätzungen mithilfe von statistischen Methoden. Aus der Analyse schlossen sie diejenigen 20 Prozent der Probanden aus, die sich ohnehin schon viel bewegten.

Weniger Sitzen ist gut für die Gesundheit

Und so lauteten die Ergebnisse: Hätten die Versuchsteilnehmer täglich fünf Minuten mehr Bewegung in ihren Alltag integriert, wären zehn Prozent weniger von ihnen gestorben. Hätten sie täglich eine halbe Stunde weniger im Sitzen verbracht, wären sieben Prozent der Todesfälle vermeidbar gewesen.

Schon kleine Bewegungseinheiten können also die Lebenserwartung steigern. Dabei sollte man sich laut der Weltgesundheitsorganisation eigentlich noch viel mehr bewegen: Die Empfehlung lautet für Erwachsene zweieinhalb Stunden moderate Bewegung pro Woche. Dazu zählen neben Spazierengehen beispielsweise Radfahren auf flacher Strecke oder aktive Formen von Yoga. Doch nicht für jeden sind die Empfehlungen der WHO realistisch umsetzbar, schreiben die Autoren der aktuellen Studie. Die gute Nachricht, die sich aus ihren Ergebnissen ableiten lässt: Sich ein bisschen zu bewegen, ist besser als gar nicht – und bei schönem Frühlingswetter kann es ja auch Spaß machen, körperlich aktiv zu werden.

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