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Stibadium in Sanssouci: Wo der Preußenkönig Ruhe suchte

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25.05.2026

„Edle Einfalt und stille Größe“ – wenn wir Nachgeborenen an die Antike denken, dann ist sie weiß wie der Marmor der Statuen und Tempel. Doch das ist ein falsches Bild. Die Welt der Griechen und Römer war farbig. Das wussten auch die preußischen Könige, die im 19. Jahrhundert ihrer Italiensehnsucht in Potsdam Ausdruck verliehen. Noch heute kann man im Park Sanssouci diese Sehnsucht sehen und spüren. Ein besonderes Zeugnis dafür liegt etwas abseits im Garten der Villa Liegnitz, eine Viertelstunde zu Fuß vom berühmten Schloss Sanssouci entfernt.

Dort säumen hohe Bäume junges Gras, das wie ein zarter Teppich über der rechteckigen Fläche liegt. In der Mitte stützen Holzgerüste frisch gepflanzte Bäume. Im hinteren Teil erhebt sich aus dem Boden ein steinerner, kunstvoll gestalteter Freisitz mit blauen, roten und goldenen Farbtupfern – das sogenannte Stibadium. Hier suchte unter anderem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. mit seiner Familie Zuflucht und Ruhe vom Alltag. Und bald können das die Besucher der Residenzstadt vor den Toren Berlins auch tun.

Derzeit wirkt das Gemäuer allerdings eher wie eine Werkstatt als eine Oase. Ein provisorischer Pavillon duckt sich in den Raum daneben, als müsse er sich entschuldigen,........

© Südkurier