Zeit für einen Generationenwechsel: Michael Käfer gibt MSC-Vorsitz ab |
Nach knapp drei Jahrzehnten ist Schluss. Der Vereinschef, mit Benzin im Blut, macht wahr, was er schon vor vier Jahren angedeutet hat: Michael Käfer wird nun seinen Führungsposten abgeben.
Jeder Verein braucht eine kompetente Führungsspitze. Eine Person, die im Sinne der Mitglieder die Ziele des Vereins mit Leidenschaft und Herzblut verfolgt. Zu dieser Sorte von Vereinsfunktionären gehört ohne Frage der Wolterdinger Michael Käfer.
Künftige Vereinsführung mit jüngeren Mitgliedern
Seit 29 Jahren ist er Vorsitzender des heimischen Motorsportvereins. Und bis zum heutigen Tag mache ihm dieser Posten auch Spaß, denn er habe ein super Team. Für den 55-Jährigen galt immer die Devise: „Vorsitzender zu sein, ist keine Arbeit, sondern Berufung. Ich habe dafür gebrannt“.
Doch nun sei es wirklich Zeit für den Generationswechsel, den er schon länger einläuten wollte. „Zum einen stand die Organisation für das Dorfjubiläum an, und zum anderen haben immer wieder junge Mitglieder geheiratet oder sind Familienvater geworden“, begründet er sein Aufschieben.
Die künftige Vereinsführung wird sich aus jüngeren Mitgliedern zusammensetzen. Das kündigt Käfer an, der sich auch als Guru des Vereins fühlt, sagt er mit einem Lachen. Die Hauptversammlung findet am Sonntag, 19. April, um 10.30 Uhr im Sporthiisli statt.
Verein stand zwischenzeitig kurz vor dem Aus
Er lässt auch seine vielen Jahre der Vereinszugehörigkeit Revue passieren. Im Januar 1990 trat Käfer dem Verein bei. Fünf Jahre später wurde er zum Beisitzer gewählt. Das Vereinsgeschehen lief in dieser Zeit eher untertourig. Damals stand der Verein kurz vor der Auflösung.
Dem MSV Wolterdingen gehören Männer und junge Erwachsene an. „Gib Gas, gib Gas, gib Vollgas“, lautet der Ruf, wenn sie in geselliger Runde beisammen sind. Doch ernst nehmen sie den nicht. Sie pflegen seit 1985 nicht nur die Freude an heißen Öfen, mit denen sie jährlich einige tausend Kilometer, auch ins nähere Ausland unterwegs sind. Geselligkeit, Kameradschaft und Harmonie sind Begriffe, die das Vereinsleben prägen.
1996 habe man damals gefühlt die vermutlich letzte Weihnachtsfeier organisiert. „Um die Kasse zu leeren, haben wir für alle ein Menü aus Rentier, Strauß und Krokodil bestellt. Die sogenannte Henkersmahlzeit. Mit Kosten in Höhe von umgerechnet 1100 Euro“, erinnert sich der gelernte Messtechniker, der auch im heimischen Ortschaftsrat sitzt. „Dies war wohl die teuerste Weihnachtsfeier eines Wolterdinger Vereins“, fügte er an.
Oldtimer-Ausstellung bringt Geld in die Kasse
Ein dahinvegetierendes Vereinsleben zu führen, sei aber nicht in seinem Sinne gewesen. Und so kam es, dass er sich bei den anstehenden Wahlen im Januar 1997 für den Posten des Vorsitzenden aufstellen ließ – und auch das Vertrauen der Mitglieder bekam.
An diesem besagten 17. Januar beschloss man dann, noch im selben Jahr eine Oldtimer-Ausstellung in der Mehrzweckhalle zu organisieren. Die Resonanz sei groß gewesen und so blieb schließlich genug Geld übrig, um dem Kindergarten eine großzügige Spende zu machen.
Viele schöne Erinnerungen
Seit dieser Zeit prägen auch verschiedene Aktivitäten wie Nachtwanderungen, Hüttenwochenenden sowie Vereinsmeisterschaften das Vereinsleben. Das alles gemeinsam mit einem intakten Team zu organisieren und dafür auch noch gute Rückmeldungen der Mitglieder zu bekommen, „war es wert, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen“, so Käfer.
Am schönsten an seinem Amt seien die Planungen für die zahlreichen Motorradtouren gewesen, blickt er zurück. „Wir sind ein moderner Verein und ich hoffe, dass er so attraktiv bleibt und sich weitere jüngere Mitglieder finden“.
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