„Wenn ich das wüsste, bekäme ich den Nobelpreis“: Jean Asselborn über Merkel, Putin, Trump

Herr Asselborn, in den USA regiert ein Präsident, der sich nicht um Regeln und um internationale Verträge schert. in Europa ist seit vier Jahren Krieg. Gaza liegt in Trümmern, jetzt auch noch Krieg im Iran. Sind Sie froh, dass Sie in dieser Situation nicht mehr Außenminister sind? 

JEAN ASSELBORN: Nein, ich habe 20 Jahre in diesem Karussell mitgedreht. Die Situation ist nicht schön, aber wir dürfen nicht in Fatalismus verfallen. Was mich freudig stimmt, ist, dass das Oberste Gericht in den USA klar Position bezogen hat gegen die Willkür und für den Rechtsstaat. Das gibt einem Hoffnung. Auch in Amerika entsteht Widerstand, in Minnesota, in New York, in L.A. Und ich bin nicht überzeugt, dass dieser Trump so fest im Sattel sitzt. Die Amerikaner haben einen Fehler gemacht. Sie wussten, wie dieser Trump funktioniert, und sie haben ihm eine zweite Chance gegeben. Den Fehler müssen sie wieder gutmachen bei den Zwischenwahlen im November. Was Trump macht, schädigt auch Amerika.

Haben Sie Hoffnung, dass der Krieg der USA und Israels in Iran Positives für die Menschen dort bewirken kann?

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