Neuen Schlammstapelbehälter wird in Betrieb genommen |
Bei einem Vor-Ort-Termin hat der Todtmooser Gemeinderat den neuen Schlammstapelbehälter in der Kläranlage Vordertodtmoos besichtigt, der in Kürze in Betrieb genommen wird. Wassermeister Armin Koch erläuterte den Gemeinderäten und Bürgermeister Marcel Schneider Details zur neuen Anlage.
Alter Behälter war marode und baufällig
Der alte Behälter war 28 Jahre alt, das Rührwerk hatte eine Laufzeit von 20 Jahren. Nach Angaben von Armin Koch befanden sich im maroden Behälter zwischenzeitlich zahlreiche Löcher; den Status bezeichnete er als baufällig. Der alte Behälter wurde in Eigenleistung von Mitarbeitern des Bauhofs und des Klärwerks abgebaut. Armin Koch sagte: „Durch die Eigenleistung konnten wir viel Geld sparen.“
Der neue Behälter hat einen etwas kleineren Durchmesser als sein Vorgänger. Er fasst 400 Kubikmeter Klärschlamm. Dieser wird von den Klärbecken in den Behälter gebracht und dort gelagert. Ist der Behälter nahezu gefüllt, wird etwa zweimal im Jahr eine mobile Schlammpresse angefordert, die von umliegenden Gemeinden gemeinsam genutzt wird. Durch die Pressung wird dem Schlamm Wasser entzogen. Der gepresste Schlamm wird dann zur Verbrennung in ein Zementwerk nach Emmendingen gebracht. Auf Nachfrage erklärte der Wassermeister, dass der Klärschlamm nicht als Dünger benutzt werden darf. Der neue Behälter besteht aus emailliertem Stahlblech, das aus England angeliefert wurde. Das elektrische Rührwerk soll in Kürze angeliefert und eingebaut werden.
Externe Kosten von 130.000 Euro
Der Leiter des Rechnungsamts, Markus Bolz, bezifferte die externen Kosten für das Projekt auf 130.000 Euro. Hinzu kommen noch die internen Kosten für die Eigenleistung. Bürgermeister Marcel Schneider dankte seinen Mitarbeitern: „Es wurden super Ideen entwickelt, um Kosten einzusparen.“ Die Gemeinderäte besichtigten auch das Nachklärbecken, wo eine Sanierung der Kettenräumer ansteht. In der nachfolgenden Gemeinderatssitzung erhielt die Firma IED Industrieanlagen den Zuschlag für die Sanierung mit Kosten von 40.400 Euro.
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