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Kirchenchor Gurtweil präsentiert musikalischen Kreuz­weg

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30.03.2026

Ist die Fas­ten­zeit ​nur Ver­zicht auf Scho­ko­la­de, Alko­hol und sons­ti­ge Genuss­mit­tel oder prak­tisch für eine Gewichts­re­duk­ti­on? Nein, für Chris­ten hat sie eine tie­fe­re Bedeu­tung. Gegen Ende der Fastenzeit führt der Kreuzweg hin zum Kern des christlichen Glaubens, zur Auferstehung am Osterfest.

Meditative Einstimmung in die Karwoche

Mit dieser Intention, sich geistig auf Ostern vor­zu­be­rei­ten, hatte der Kirchenchor Gurtweil unter der Lei­tung von Rita Schlageter in die Pfarrkirche eingeladen. Ein­drucks­voll ermöglichte der Chor mit dem musikalischen Kreuz­weg und mit den tief­grei­fen­den Tex­ten von der Literatin Ruth Schaumann (1899 bis 1975) eine meditative Einstimmung in die Karwoche. Die berüh­ren­de Musik aus dem Jahr 1937 des Komponisten Hermann Simon (1896 in Berlin geboren, 1948 in Tiengen gestorben) ruft tiefe und starke Emotionen hervor und ließ die Andachtsbesucher den Leidensweg Christi nachempfinden.

Zu den 14 Stationen, die den letzten Gang Jesu darstellen, zitierte Andrea Oberle jeweils einen kurzen Text und danach sangen die 25 Chormitglieder die einzelnen Strophen. Parallel dazu wurden die Bilder des Gurtweiler Kreuzwegs großformatig eingeblendet. Diese Gemälde wurden einst vom Salvatorianerpater Markward Probst (1919 bis 1978) geschaffen und zieren die Seitenwände der Gurtweiler Pfarrkirche. Die Wirkung des Textes, der Klang der Musik und die Betrachtung der Stationenbilder ermöglichten ein tieferes Verständnis für die bedingungs- und grenzenlose Liebe Gottes zu den Menschen.     

Der Kern des Glaubens

Der im Chor mitsingende Ordensgeistliche Pater Piet hatte die Gläubigen zunächst in den musikalischen Kreuzweg eingestimmt: „Wir alle kennen diese Gefühle von Schmerz, Angst, Unsicherheit, Verlassenheit.“ Letztlich verdichte sich in der Karwoche und im anschließenden Osterfest mit der Auferstehung Christi „der Kern unseres Glaubens“, so der Priester. Die musikalische Kreuzwegmeditation endete mit einem Orgelstück von Johann Pachelbel, das Rita Schlageter spielte.

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© Südkurier