Mehr Schneekanonen am Feldberg: Was Übergangs-Chef Albrecht jetzt plant
Herr Albrecht, wird Skifahren auf dem Feldberg im Jahr 2100 noch möglich sein oder ist wegen des Klimawandels vorher Schluss?
JOHANNES ALBRECHT: Ich denke schon, dass es noch möglich ist. Selbst in den negativsten Szenarien für 2100 hätten wir noch genügend Eistage und entsprechende Niederschläge in Form von Schnee am Feldberg, die noch Wintersport mit technischer Unterstützung erlauben würden. Und es gibt seit etwa zwei Jahren neue Erkenntnisse über Veränderungen des Golfstroms im Atlantik. Möglicherweise bekommen wir lokal nördlich der Alpen dadurch kältere Winter. Wir müssen bei den Investitionen also mit allen Szenarien und in Dekaden denken.
Aber die technische Beschneiung wird auf jeden Fall wichtiger?
ALBRECHT: Ja. Wir haben erstens am Feldberg große Lücken für die wichtigsten Pisten innerhalb unseres Hauptpistenrings. Zum Zweiten ist unser Engpassfaktor das Wasser. Wir bräuchten, um einen gesicherten resilienten Skibetrieb auf den Hauptpisten sicherzustellen, einen Wasserspeicher mit 120.000 Kubikmeter Fassungsvermögen. Wir haben aktuell 8.500 Kubikmeter. Gerade in den letzten Wochen haben wir das live erlebt: Wir hatten viele Eistage mit teils zweistelligen Minustemperaturen. Da brauchen Sie in kurzer Zeit viel Wasser für die Beschneiung. Mein Musterbeispiel ist das Söllereck bei Oberstdorf, wie der Feldberg auf 1400 Meter. Dort gibt es eine moderne, naturnahe Anlage mit welcher die Kollegen in 48 Stunden ihre Hauptpisten für eine Wintersaison mit einer Nachbeschneiung sicher machen können.
Das heißt, am Felberg müsste das XXL-Becken gebaut werden …
ALBRECHT: Ja, das ist eine logische Konsequenz, wenn wir - und darum geht es – am Ende ein wirtschaftlich resilientes Business-Modell haben wollen, mit dem wir nachhaltig Wertschöpfung in........
