Hugo Eckener tief in Nazi-Wirtschaft verstrickt - und dennoch weiterhin Namensgeber und Ehrenbürger?

In Friedrichshafen – wo der Luftschiff-Pionier Hugo Eckener (1868-1954) noch immer populär ist – will man künftig genauer hinsehen, wenn von den Leistungen des Ehrenbürgers die Rede ist. Nachdem der SÜDKURIER kürzlich ein Gespräch mit dem Konstanzer Stadtarchiv-Leiter Jürgen Klöckler veröffentlicht hat, der zur Rolle des Rüstungsunternehmers Eckener im Zweiten Weltkrieg viele neue Erkenntnisse über die Beschäftigung von KZ-Häftlingen und den finanziellen Profit des NS-Wehrwirtschaftsführers zusammentrug, erfolgen nun erste Reaktionen aus der Industriestadt am Bodensee.

Oberbürgermeister Simon Blümcke sagte auf Nachfrage, man beschäftige sich immer wieder mit der Stadt und ihren Protagonisten, „auch wenn manches Ergebnis eine bislang unbekannte oder auch unbequeme Information zutage fördern kann“. Mit Blick auf die neue Ausstellung im Zeppelin-Museum „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“, die an diesem Donnerstag eröffnet wird, meinte Blümcke, es solle hier weder Technik noch Person glorifiziert werden. „Professor Klöcklers Forschungsarbeit legt den Grundstein für einen notwendigen Diskurs um die Person Eckeners und dessen Rolle in der Rüstungsindustrie Friedrichshafens“, so der OB weiter. Diesem Diskurs stellten sich die Stadt wie auch das Museum. Blümcke, so wird ihm in der Stadt nachgesagt, habe im Gegensatz zu seinem Vorgänger Andreas Brand Interesse an einer kritischen Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte der Bodensee-Stadt.

Betroffenheit bei Hugo-Eckener-Schule

Auch die Leitung der nach Hugo Eckener benannten........

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