Der AfD fällt es nicht nur schwer, sich von den Vertreibungsplänen zu distanzieren, die bei dem inzwischen berühmten Treffen in Potsdam gewälzt wurden. Sie hat dies auch gar nicht vor. Das hat der Parlamentarische Geschäftsführer ihrer Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, am Donnerstag im Parlament deutlich gemacht. Er redete die Versammlung, zu der AfD-Vertreter und andere Rechtsextremisten im November zusammengekommen waren, als "privaten Debattenclub" herunter. So möchte Baumann dem Ereignis die Relevanz absprechen; unter den vielen Deutschen, die derzeit dazu neigen, seine Partei zu wählen, könnte es ja doch etliche geben, die solche Pläne ungeheuerlich finden. Was von dieser Taktik zu halten ist, hat der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor gleich darauf deutlich gemacht: Wer sich nicht von Extremisten abgrenzen mag, ist im Prinzip selber einer.

QOSHE - Streiten, aber richtig - Detlef Esslinger
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Streiten, aber richtig

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18.01.2024

Der AfD fällt es nicht nur schwer, sich von den Vertreibungsplänen zu distanzieren, die bei dem inzwischen berühmten Treffen in Potsdam gewälzt wurden. Sie hat dies auch gar nicht vor. Das hat der........

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