Lasst mich ins Bett!

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Es gibt diese Tage, da will ich im Bett bleiben. Morgens 6.45 Uhr, ich in Verhandlung mit dem Kissen: Nicht aufstehen, fordert es. Auch tagsüber geht das gerade so. Das Bett lockt, da ist Ruhe, Frieden, stressfreie Zone. Ach, dieses heilige Rechteck, wo keine Erwartungen gestellt, keine Probleme gelöst, keine Strategien ersonnen werden, um mit irgendeinem Menschen oder einer Situation besser zurechtzukommen. Alle Sorgen binde ich draußen an, mit Seemannsknoten. Hey Welt, raunen die Bettkanten drohend, dies ist die Grenze: bis hierher und nicht weiter. Mein Bett als sicherer Ort. Ich sollte mich viel öfter und auch zu unorthodoxen Zeiten dorthin verkriechen, denke ich – und mache es dann nicht.

Das Gefühl der Woche: ins Bett wollen

Vielleicht, weil Bett-Sehnsucht als schlechtes Zeichen gilt? Schließlich erzählen Menschen, die mit Depressionen per Du sind, oft davon, morgens nicht aus dem Bett zu kommen. Sie bleiben liegen, weil schon das Aufstehen wie eine Aufgabe wirkt, die sie nicht bewältigen können – geschweige denn........

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