Merz und die Syrer: Die Äusserung des Kanzlers hilft vor allem der AfD
Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa (links) und der deutsche Kanzler Friedrich Merz am Montag im Berliner Kanzleramt.
Wieder einmal hat der deutsche Kanzler Friedrich Merz durch eine unbedachte Äusserung für Aufregung gesorgt: 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer, so sagte er am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin, sollten die Bundesrepublik in den nächsten drei Jahren verlassen. Das wären ungefähr 800’000 Personen.
Einen Tag später relativierte der Kanzler: Er habe eine Zahl aufgenommen, die sein syrischer Gast zuvor genannt habe. Diese stamme von Merz, widersprach al-Scharaa kurz darauf in London. Sie sei wohl ein wenig übertrieben. Schliesslich versuchte der deutsche Regierungssprecher, die Gemüter zu beruhigen: «Eine signifikant hohe Zahl von........
