Hört den Eltern zu, manchmal haben sie recht

Elternwillen und Schulwahl: Grenzen sind berechtigt, aber es fehlt ein Planung – ein Kommentar

Hört den Eltern zu, manchmal haben sie recht

Wenn es um die Schulwahl, Noten oder den Lehrplan geht, können Eltern oft nicht mitreden – auch wenn es um ihre eigenen Kinder geht. Das hat gute Gründe. Aber ein aktueller Fall in Berlin zeigt, dass diese Regelung Grenzen hat.

Berlin. Es gibt gute Gründe, den Elternwillen zu begrenzen. Könnten Eltern bundesweit frei entscheiden, gingen deutlich mehr Kinder als ohnehin schon aufs Gymnasium. Für viele ist das aber einfach nicht die richtige Wahl. Dort sind die Schüler abgehängt und wechseln nach wenigen Monaten mit dem Gefühl des Scheiterns. In vielen Fällen wäre es besser gewesen, auf den Rat der Lehrenden zu hören.

Dass der Elternwille sogar gesellschaftlich bedenklich werden kann, zeigt ein anderes Beispiel: Ginge es nach Erziehungsberechtigten aus dem Umfeld der teils rechtsextremen AfD, lernten Kinder in der Schule weder etwas über menschliche Vielfalt noch über den Nationalsozialismus.

Die Grenzen des Elternwillens werden in diesem Fall zum Schutzwall gegen ideologische Einflussnahme. Denn die AfD schlägt aus dem........

© Solinger Tageblatt