Warum man seine Wurzeln pflegen und nicht verleugnen sollte |
Warum man seine Wurzeln pflegen und nicht verleugnen sollte
Warum man seine Wurzeln pflegen und nicht verleugnen sollte
Der erneute Riesenerfolg der Knife-Messe zeigt, welche Faszination Solinger Produkte weltweit haben. Da könnte, sollte und müsste man mehr draus machen, meint unser Kolumnist Stefan M. Kob.
Liebe Leserinnen und Leser!
Es war einmal: die Solinger Messe. Die Älteren werden sich erinnern. Zur Jahrtausendwende erdachte die Wirtschaftsförderung sie als Leistungsschau der Solinger Wirtschaft. Das Ziel war, intern Solinger Unternehmer zu vernetzen und extern die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu zeigen.
Beides gelang – mit großem Aufwand – nur mäßig. Anfangs trieben Neugier, Euphorie und Lokalpatriotismus die Messe an. Von den Anfängen im Gründer- und Technologiezentrum expandierte sie in die Solinger Eissporthalle um. Doch Aufwand und Ertrag standen für die Firmen immer weniger im Verhältnis.
Ständig mussten neue Ideen her, um den Rückgang bei Ausstellern und Besuchern zu kaschieren. So waren alle insgeheim froh, dass die zehnte Messe im Jahr 2018 die letzte bleiben sollte. Die Planungen für 2020 waren schon fortgeschritten, als ein bekanntes Virus den stillen Exitus des Formats besiegelte.
Knife ist legitimer Nachfolger der Solingen-Messe
Umso bemerkenswerter, dass eine kleine Idee, die vor vielen Jahren im Deutschen Klingenmuseum entstand, inzwischen ein Erfolgsschlager ist: die Knife. Corona-Absagen und Ortswechsel konnten der Messe nichts anhaben. Im Gegenteil, sie ging gestärkt aus allen Krisen hervor. Am Muttertags-Wochenende lockte sie wieder Tausende Besucher in die Eissporthalle.
Dass sie jetzt dort stattfindet, wo die Solingen-Messe endete, ist ein Zeichen:........