Sicherheit und Ordnung: Daniel Flemms neuer Kurs ist nicht ohne Risiko
Sicherheit und Ordnung: Daniel Flemms neuer Kurs ist nicht ohne Risiko
Sicherheit und Ordnung: Daniel Flemms neuer Kurs ist nicht ohne Risiko
Nach 100 Tagen im Amt trifft der neue CDU-Oberbürgermeister mit seiner Ankündigung von schärferen Strafen einen Nerv. Wenn sie sich denn durchsetzen lassen. Das bleibt abzuwarten, meint Kolumnist Stefan M. Kob.
Liebe Leserinnen und Leser,
der Neujahrsempfang der Ohligser Jongens entwickelt sich zum Schauplatz kommunalpolitischer Sensationen. So erklärte Präsident Jörg Wacker selbstbewusst zu Beginn der vierten Neuauflage, es handele sich inzwischen um den „wichtigsten Neujahrsempfang“ in Solingen. Und das, obwohl die Jongens mit ihrer Veranstaltung ziemlich spät dran waren – haarscharf vor Beginn der närrischen Tage.
Vor einem Jahr ließ der damalige Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) die Bombe platzen, als er seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekanntgab. Sein Amtsnachfolger Daniel Flemm (CDU) nutzte ebenfalls die Ohligser Bühne. Er verkündete ein totales Grillverbot im Engelsberger Hof – keine 48 Stunden nach dem Beschluss.
Der laute Beifall bestätigte den Stadtchef. Das Reizthema des ausufernden Grillens an schönen Sommertagen auf einem beliebten Kinderspielplatz mitten im Heide-Naturschutzgebiet mit allen unschönen Neben- und Nachwirkungen liegt nicht nur vielen Ohligsern im Magen. Alle gut gemeinten Versuche, das Ärgernis mit Appellen, mehrsprachigen Flyern und zaghaften Kontrollen einzudämmen, lösten sich im blauen Rauch der brutzelnden Fleischspieße und Würstchen auf.
Zweierlei Maß beim Falschparken oder Wildgrillen
Das Bemühen, auch an diejenigen zu denken, die keinen eigenen Garten besitzen, geriet so immer mehr zur Grundsatzfrage. Besonders nach einem Wochenende mit hoher Waldbrandgefahr, als das Ordnungsamt trotz Grillverbots die Kohlen nicht aus dem Feuer holte. Sondern unverrichteter Dinge wieder heimwärts zog.
Von zweierlei Maß war die Rede: keine Gnade beim........
