Investieren, um zu sparen. Oder sparen, um zu investieren? |
Investieren, um zu sparen. Oder sparen, um zu investieren?
Investieren, um zu sparen. Oder sparen, um zu investieren?
2400 Leute in der Stadtverwaltung sind nicht genug. Es müssen nochmal 13 neue her. Warum muss das so sein? Und wieso hört man vom Kämmerer nichts? Das fragt sich unser Kolumnist Stefan M. Kob.
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Homöopathie kennt man die Erstverschlechterung: Bevor die Heilung einsetzt, verschlimmern sich zunächst die Symptome. Doch während Globuli und Tinkturen aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen werden sollen, glaubt man in der Solinger Politik immer noch an dieses Prinzip. Konkret bedeutet das: Wir genehmigen 13 zusätzliche Stellen im Rathaus, um anschließend den 2400 Köpfe zählenden Apparat zu reduzieren.
Die Begründung für die Lizenz zum Stellenschaffen ist weder neu noch originell. „Investieren, um zu sparen“: Haben auch alle Vorgänger-Regierungen gesagt. Funktioniert hat es nie. Dabei müsste das Motto doch eigentlich lauten: „Sparen, um investieren zu können“.
Und um homöopathische Dosen handelt es sich sowieso nicht. Eine Million Euro muss die Stadt auf die Personalausgaben draufpacken - jährlich. Die üblichen Steigerungsraten nicht eingerechnet. Nicht nichts bei einer Stadt, die kein Geld hat.
Für mehr Leute stets gute Gründe
Trösten soll der Hinweis, dass einige Stellen befristet sind. Erst später wird entschieden, ob man sie wirklich braucht. Dass im öffentlichen Dienst befristete Jobs einfach auslaufen, kommt vor. Ab und zu trifft ja auch ein ICE von Hamburg nach München pünktlich ein. Es wird immer gute Gründe geben, warum das Zusatzpersonal unverzichtbar ist.
Das Rathaus braucht........