Debatte über christliche Festtage: Der strittige Feiertag

Debatte über christliche Festtage Der strittige Feiertag

Die Taube gilt als Symbol für den Heiligen Geist - hier in einer Darstellung im Petersdom.

Analyse · Tolles Wetter zu Pfingsten – da locken diverse Ausflugsziele. Und die Kirche? Immer öfter ist das bloß Nebensache. Aber nicht nur deshalb steht der Pfingstmontag als Feiertag zur Diskussion. Auch theologisch ist er kaum zu rechtfertigen.

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Endlich wieder Pfingsten! Endlich drei freie Tage in Folge, die vor der anstehenden Dürrezeit christlicher Feiertage (von Fronleichnam am 4. Juni abgesehen) ein bisschen Freiheit versprechen: für längere Ausflüge, einen Kurzurlaub. Und die Kirche? Darauf die weitverbreitete Gegenfrage: Warum die Kirche?

Pfingsten Das christliche Fest wird genau 49 Tage nach Ostern gefeiert und markiert damit den 50. und letzten Tag der Osterzeit. Es steht für den Tag, an dem der Heilige Geist auf die Apostel herabkam und sie befähigte, die Botschaft Jesu Christi in die Welt zu tragen. Aus diesem Grund gilt Pfingsten auch als der „Geburtstag der Kirche“. Pfingsten gehört neben Weihnachten und Ostern zu den drei Hochfesten. In diesem wird es am 24. und 25. Mai gefeiert.

Bräuche Das Pfingstfest ist fest verankert im Brauchtum und wird vielerorts unterschiedlich gefeiert. Sein historischer Ursprung ist ein Erntedankfest. Auch darum gibt es vielerorts und vor allem in ländlichen Regionen geschmückte Birken, Pferdeprozessionen sowie den traditionellen Verzehr von sogenannten Pfingstochsen.

Keine Frage ist es darum, dass es Pfingsten selbst in der Welt der Kirchenmitglieder schwer hat. Es ist unter den drei Hochfesten das wohl abstrakteste und unverständlichste.

Während Weihnachten mit der Geburt von Gottes Sohn und Ostern mit der Kreuzigung und bezeugten Auferstehung anschauliche Heilsgeschehen dokumentieren, ist Pfingsten im wahrsten Sinn des Wortes wunderlich: Ein Brausen setzt........

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