Politischer Aschermittwoch: Warum Bier, Brezn und verbale Boxkämpfe gut für die Demokratie sein können

Warum Bier, Brezn und verbale Boxkämpfe gut für die Demokratie sein können

Warum Bier, Brezn und verbale Boxkämpfe gut für die Demokratie sein können

Politischer Aschermittwoch Warum Bier, Brezn und verbale Boxkämpfe gut für die Demokratie sein können

Meinung | Berlin · Beim politischen Aschermittwoch liefern sich Spitzenpolitiker Rede-Fernduelle. Kurz darauf müssen sie gemeinsam am Kabinettstisch wieder zusammen funktionieren. Ein falsches Spiel aus alter Tradition? Oder eine willkommene Gelegenheit, auch mal Dampf abzulassen?

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Markus Söder (l,CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Chef, wird beim politischen Aschermittwoch der CSU begrüßt.

Der politische Aschermittwoch ist eine etwas merkwürdige Veranstaltung. Dann jedenfalls, wenn man nicht mit der bayerischen Bierzeltkultur groß geworden ist und politische Stammtische abstoßend findet. Dass der politische Aschermittwoch jedoch trotz seiner langen Geschichte (Ursprünge reichen zurück etwa ins Jahr 1919) nicht wandlungsfähig sei, ist falsch. Die Fernduelle, die sich Spitzenpolitiker aller Parteien dabei an unterschiedlichen Orten zumeist im Süden Deutschlands liefern, sind mehr und mehr zur bundesweiten Show geworden.

Da wird ordentlich übereinander hergezogen, derbe Witze sind ausdrücklich erlaubt und vom Publikum, das in den Zelten selbst und an den Bildschirmen zu Hause lachen will, erwartet. Je deftiger, desto besser. Und das an einem eigentlich „stillen Feiertag“, an dem in Bayern beispielsweise auch keine Partys........

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