Kämpfe in der Ukraine: Von Verdun bis Pokrowsk – so verändert der Krieg sein Gesicht |
Kämpfe in der Ukraine Von Verdun bis Pokrowsk – so verändert der Krieg sein Gesicht
Ukrainische Soldaten an einer Haubitze in der Nähe von Awdijiwka, März 2024.
Düsseldorf · Schützengräben, Artillerie, zerstörte Städte: Die Bilder aus dem Donbass wirken wie 1916 in Farbe. Dabei revolutionieren gerade Drohnen das Schlachtfeld. Eine Konstante aber bleibt durch alle Zeiten: die menschliche Unzulänglichkeit.
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Junge Männer, die sich in Schützengräben kauern oder einfach in Bombentrichter. Artillerie, die aus getarnten Stellungen einen unsichtbaren Feind beschießt. Infanterie, die über offenes Feld hastet, um dem Feuer zu entgehen. Städte, die nur noch öde Ruinenfelder sind. Die Bilder, die der russische Angriffskrieg in der Ukraine produziert, kommen dem kulturellen Gedächtnis Europas bekannt vor: Das sieht bisweilen aus wie der Erste Weltkrieg in Farbe. 1916, aber hochauflösend.
Nur dass die vernichteten Orte jetzt nicht mehr Ypern, Péronne oder Verdun heißen, sondern Bachmut, Pokrowsk und Lyssytschansk. Granaten treffen nicht mehr die Kathedrale von Reims; jetzt fallen Bomben auf das Theater von Mariupol. Die Soldaten nennen das nicht mehr Blutmühle, sondern Fleischwolf.
Die umkämpfte Stadt Bachmut – vor und nach der Zerstörung
Ein zermürbender Stellungskrieg, dessen Front sich hundertmeterweise durchs Land frisst, wenn sie sich überhaupt bewegt – das hat Europa vor 110 Jahren schon einmal erlebt, und nicht nur Laien fühlen sich daran erinnert. „Eine menschenverachtende Strategie“ sei das, sagte kürzlich im Interview mit dem „Spiegel“ die Militärhistorikerin Beatrice Heuser und........