Höhere Bemessungsgrenze für Krankenkassen: So treibt man Gutverdiener in die Flucht
Höhere Bemessungsgrenze für Krankenkassen So treibt man Gutverdiener in die Flucht
Meinung · Im Zuge der Gesundheitsreform werden höhere Einnahmen diskutiert: Während die Einführung einer Zuckersteuer viel Sinn macht, wäre die Anhebung der Bemessungsgrenze gefährlich.
Reformen sollen den nächsten Beitragsschub verhindern.
Damit es bei den Krankenkassen nicht den dritten Beitragsschub in Folge gibt, muss rasch eine Reform her. Im Gutachten der Finanzkommission geht es – aus gutem Grund – vor allem um Ausgabe-Kürzungen. Doch sie diskutiert auch höhere Einnahmen. Ihr Vorschlag, eine Zuckersteuer auf gesüßte Getränke einzuführen, findet Beifall – und das zurecht. Kassenärzte fordern sie seit Langem, weil die Getränke Übergewicht, Diabetes, Karies und Herz-Krankheiten fördern. Deutschland trinkt viel zu süß – und das vor allem in Haushalten mit niedrigem sozioökonomischem Status. Mit hohen Preisen vom ungesunden Konsum abzuschrecken, kann da nur sinnvoll sein. Auch die Kassen sind dafür. Prävention ist der beste Kostensenker. Nebenbei bringt die Zuckersteuer 450 Millionen Euro im Jahr. Es ist unverständlich, warum sie nicht längst eingeführt ist – auf welche Zuckerlobby nimmt man Rücksicht?
