Vier Jahre Krieg, ein Jahr Trump: Der längste Winter

Zwei Millionen Tote und Verletzte auf beiden Seiten, zehn Millionen Vertriebene, 15.000 getötete Zivilisten, das ist die Bilanz nach vier Jahren Krieg in der Ukraine. Alle Friedensbemühungen sind bisher gescheitert, dabei wäre die Sache so einfach – zumindest, wenn es nach Donald Trump geht. „Die Ukraine sollte besser schnell an den Tisch kommen“, sagte der US-Präsident Anfang der Woche vor Journalisten an Bord der Air Force One. In Genf starteten kurz danach Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kyjiw. Er erwarte „sehr einfache“ Gespräche, ließ Trump wissen.

Doch es kam wieder einmal anders. Einfach waren die Gespräche nicht, und ein Friedensdeal blieb auch diesmal aus.

Am kommenden Dienstag jährt sich der Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine zum vierten Mal, und mit Trump sitzt seit einem Jahr ein Präsident im Weißen Haus, der Moskau mehr Verständnis entgegenbringt als Kyjiw. Für Russlands Autokraten Wladimir Putin zeigt Trump unverhohlene Bewunderung; den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ließ er im Februar 2025 wissen, was er von ihm hält – und warf ihn nach einem Schreiduell kurzerhand aus dem Weißen Haus.

Was wäre, wenn........

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