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Im Doppelbudget tut die Regierung das Notwendige: Sie dämpft den Sozialstaat

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01.05.2026

profil-Kolumnist Franz Schellhorn gratuliert in einem Kommentar der SPÖ „vorbehaltlos“ zum „überlegenen Verhandlungserfolg“ beim Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028. Den Sozialdemokraten sei es gelungen, einen großen Teil der Sanierung auf die Wirtschaft abzuwälzen – etwa in Form einer erhöhten Körperschaftsteuer und einer Verlängerung der Bankenabgabe. Tatsächlich zahlt sich die Wirtschaft die von ihr ersehnte Senkung der Lohnnebenkosten, zumindest für das Jahr 2028, nahezu selbst.

Allerdings: Hört man sich in Industriekreisen um, rechnen die Unternehmen unterm Strich mit einer tatsächlichen Entlastung durch die offensiven Maßnahmen im Doppelbudget.

Somit können alle drei Regierungsparteien zufrieden sein: Die ÖVP hat ihre Reputation als Wirtschaftspartei wieder etwas erhöht. Die mittlerweile leicht vergrünten Neos sedierten ihren zunehmend unruhig werdenden Unternehmer- und Managerflügel. Andreas Babler und sein Finanzminister Markus Marterbauer wiederum können im Sinne der Schellhorn-Gratulation das klassenkämpferische Bedürfnis ihrer Partei befriedigen. Gleichzeitig zeigen die SPÖ und die roten Spitzengewerkschafter aber auch, dass sie sich ihrer Verantwortung für den Wirtschaftsstandort durchaus bewusst........

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