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Ein Kontinent, eine Armee

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02.02.2019

Claudia Gamon, die NEOS-Spitzenkandidatin zur Europawahl, hat die Debatte über die Zukunft der EU eröffnet. Dafür ist ihr zu danken.

Das war schon sehr erfrischend, wie da Claudia Gamon, die junge NEOS-Spitzenkandidatin für die Europawahl, vergangene Woche in der „ZIB 2“ und im Parlament ihre Europa-Ideen präsentierte. Mit jugendlichem Enthusiasmus und klaren Worten plädierte sie für eine Europaarmee und für die Vereinigten Staaten von Europa als Ziel der EU, wissend, dass sie in der österreichischen Politik damit auf wenig Gegenliebe stoßen wird.

So kam es auch: Die mit Elan vorgetragene Vision einer Republik Europa wurde in der Parlamentsdebatte als bloße Träumerei abgetan oder als österreichfeindlich denunziert. Von einer Europaarmee wollte im Nationalrat niemand etwas wissen. Hände weg vom Bundesheer, hieß es von der rechten Seite, bei Gamons Ideen handle es sich um einen Anschlag auf die nationale Souveränität. Links ortete man hingegen Militarismus, der nie und nimmer die Antwort Europas auf die Herausforderungen der Zeit sein könne: Und die Neutralität währt, wie es heißt, eben immer …

Dieser Artikel stammt aus profil 6/2019. Das aktuelle Heft können Sie im Handel oder als E-Paper erwerben.

Wiederum, wie so oft, scheint hierzulande eine politische Position, die in der übrigen EU längst Mainstream ist, hoffnungslos marginal und minoritär zu sein.........

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