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Warum die ganze Familie …?

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12.10.2019

Wann eine Bluttat verständlich ist. Und wann sie das begreifliche Ausmaß übersteigt.

Ein junger Mann wird von seiner Freundin verlassen. Zwei Monate später geht er im Morgengrauen zu ihrem Elternhaus, läutet an und erschießt nacheinander jede Person, die er zu Gesicht bekommt. Ihren Vater, ihren Bruder, ihre Mutter und am Ende, als er in die Einliegerwohnung seiner Exfreundin eingedrungen ist, sie selber und ihren neuen Freund. Nachdem er fünf Menschen getötet hat, stellt er sich der Polizei. So geschehen in Kitzbühel am 6. Oktober.

Der polizeiliche Ermittler sagt (möglicherweise auf diesbezügliche Fragen der Presse), warum der Verdächtige „seine Aggression gegen die gesamte Familie gerichtet“ habe, sei unklar.

Dieser Artikel stammt aus profil 42/2019. Das aktuelle Heft können Sie im Handel oder als E-Paper erwerben.

Warum gleich die ganze Familie …? Diese Frage heißt im Klartext: Dass er die Exfreundin umbringt, wäre verständlich. Nur die Ermordung ihrer Angehörigen übersteigt das begreifliche Maß.

War sicher nicht bös gemeint. Also nicht in dem Sinn, dass man dem Mörder recht gibt, wenn er die Exfreundin tötet. Aber doch in dem Sinn, dass es nicht unüblich ist, eine Frau auszulöschen, die einem das Herz gebrochen hat. Unüblich ist nur die Übertreibung. Gleich die........

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