Der Religionsunterricht muss sich wandeln

Aus dem Büro der Wiener Neos-Stadträtin Bettina Emmerling (Neos) kam vergangenen Freitag eine knappe Aussendung mit den Ergebnissen einer Studie zu Jugend und Integration, die der Soziologe Kenan Güngör durchgeführt hat. Die Mail kam ausgerechnet am späten Nachmittag – jeder PR-Profi weiß, dass Redaktionen da spärlich besetzt sind und in Vorbereitung auf das Wochenende nur mehr auf Notbetrieb laufen. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass die Stadträtin die Resultate ein wenig unter den Tisch fallen lassen wollte. Dabei wären sie mindestens eine Pressekonferenz wert gewesen – eher noch eine Enquete.

1221 junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren aus zehn Herkunftsgruppen wurden befragt – ein beachtliches Sample. Neben Österreichern befragte man Jugendliche mit Wurzeln in Serbien, Polen, Rumänien, Bosnien, Türkei, Kurdistan, Syrien, Afghanistan und Tschetschenien. Es gibt ein paar gute Nachrichten: Medien werden mittlerweile hauptsächlich auf Deutsch konsumiert. Ein Großteil der Jugendlichen findet Demokratie und Pluralität nicht so übel. Und dann kommen viele bedrückende und verstörende Erkenntnisse.

Zum Beispiel,........

© profil