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Wirren in Lybien: Sind die geschlossene italienischen Häfen am Ende?

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17.04.2019

In Libyen befinden sich 800 000 Menschen – afrikanische Migranten und libysche Bürger – auf der Flucht vor dem Krieg. Sie könnten sich in Richtung der italienischen Küsten aufmachen, um sich vor der Offensive von General Khalifa Haftar in Sicherheit zu bringen», betonte der von der UNO anerkannte libysche Premier Fayez al-Sarraj am Montag in einem Interview mit dem «Corriere della Sera». Und mit dieser neuen Flüchtlingswelle könnten auch Kriminelle und Terroristen des «Islamischen Staats» nach Europa gelangen, betonte al-Sarraj.

Die vom libyschen Premier genannte Zahl von 800 000 Flüchtlingen ist mit Vorsicht zu geniessen. Man kann davon ausgehen, dass al-Sarraj bewusst übertreibt, um Druck auf Rom auszuüben. Er sucht verzweifelt Verbündete, die seinen Widersacher Haftar von weiteren Kriegshandlungen abbringen und an den Verhandlungstisch zwingen könnten. Und Italien ist als ehemalige Kolonialmacht unter den Europäern für al-Sarraj der wichtigste Partner. Gestern weilte der libysche Vizepremier und Stellvertreter von........

© Oltner Tagblatt