Von Starrkirch-Wil bis Schönenwerd und zurück: Velotour durchs Niederamt
Von Starrkirch-Wil bis Schönenwerd und zurück: Velotour durchs Niederamt
Unser Kolumnist hat die schönsten Ecken der Region auf einer E-Bike-Tour neu entdeckt.
Das frühlingshafte Wetter der letzten Tage drängt einen ja förmlich nach draussen. Oder wie hat Heinz Erhard (1909–1979) in seinem Frühlingslied geschrieben: «Ein leises Lied erklingt im Tal, der müde Wandrer singt es. Ein süsser Duft ist überall, nur hier im Zimmer stinkt es!» Zeit, auch an die eine oder andere Velotour im Niederamt – ich gebe es gerne zu: mit Elektrounterstützung – zu denken.
Also ab aufs Velo und von mir zu Hause in Starrkirch-Wil die Choliweid runter ins Mülitäli. Die Renaturierungsarbeiten beim Mülitälibach haben das Gebiet rund um den Wildpark stark aufgewertet und es ist wirklich ein Bijou entstanden.
Weiter zu einem Oltner Wahrzeichen: dem Sälischlössli. Hand aufs Herz, liebe Oltnerinnen und Oltner: Wann waren Sie das letzte Mal auf dem Sälischlössli und haben von der Dachterrasse aus die wohl spektakulärste Aussicht aufs Mittelland und die Gastfreundschaft der Familie Gök genossen? Es wäre doch wieder einmal an der Zeit für einen Besuch.
Vom Sälischlössli aus geniesst man eine wunderschöne Aussicht auf das Mittelland.
Weiter geht es bis zur Burgruine Alt-Warburg. Unterhalb der Ruine steht ein alter Grenzstein an der Grenze zum Kanton Aargau. In der Zeit, als der Grenzstein gesetzt wurde, war dies jedoch die Grenze zum Kanton Bern. Das Berner Wappen gegenüber dem Solothurner Wappen auf dem Stein ist ein stiller Zeuge der Alten Eidgenossenschaft.
Weiter mit dem Velo über den Wartburghof in die Wartburghalde Richtung Engelberg. Auch hier findet man einen alten Grenzstein, wie auch im Chräitel unterhalb des Engelbergs. Auf dem Engelberg lege ich im schönen Biergarten des Gasthauses Eberg eine Pause ein. Mit Blick in die Alpen lässt es sich geniessen.
Nach der Pause auf dem Engelberg geht es weiter zum schlichten Holzkreuz auf dem Boniger. Dort weitet sich der Blick ins Niederamt. Mit dem markanten Kühlturm des Kernkraftwerks Gösgen im Blickfeld kommt in mir die Hoffnung auf, dass die Niederämter Gemeinden den Streit um die Verteilung der Steuereinnahmen des Kernkraftwerks möglichst bald lösen können.
Kolumnist Beat Loosli.
Die Tour führt weiter über die Gulachen oberhalb Rothacker/Walterswil ins Christental und über das Löchli in den Farnhubel. In diesem Wald oberhalb Dänikens lässt sich mit etwas suchen oder dem richtigen Kartenmaterial ein kleiner, verwunschener Waldweiher entdecken. Im angrenzenden Aargauer Wald findet man auch oberhalb Köllikens idyllische Waldweiher, die zum Pause machen einladen. Vorbei am Waldhaus Gretzenbach zum Waldhaus der Bürgergemeinde Schönenwerd an der Grenze zum Eppenberg.
Gut möglich, dass man auf dem Neuburenhof unserem Regierungsrat Peter Hodel auf dem Traktor begegnet. Über den Eppenberg zur prähistorischen Wehranlage Buechholz, vorbei an den Gehegen des Wildparks Roggenhausen nach Wöschnau und zurück nach Schönenwerd. Auf dem Bühl, der von ehemaligen Chorherrenhäusern umrahmt ist, steht mit der Stiftskirche St. Leodegar der älteste bestehende Sakralbau des Kantons Solothurn. Ein Ort der Ruhe und stillen Einkehr.
Die Fahrt durch den Bally-Park lässt Kindheitserinnerungen wach werden. Mit Staunen standen wir jeweils vor dem Modell der Pfahlbauten, während Tschipo aus dem Buch von Franz Hohler lebendig wurde.
Die Fahrt führt der Aare entlang Richtung Dulliken nach Starrkirch-Wil an den Ausgangspunkt zurück. Die Aarlandschaft wurde dank der Investitionen in den Hochwasserschutz wieder naturgerechter und als Naherholungsgebiet aufgewertet.
Einmal mehr hat mir dieser Ausflug aufgezeigt, dass wir die Gnade haben, in einer absolut tollen und einzigartigen Region leben zu dürfen. Nur müssen wir dies mit offenen Augen und wachem Sinn auch erkennen und erleben!
*Beat Loosli ist Geschäftsführer einer Pensionskasse, eingefleischter Fasnächtler und Altkantonsrat. Er wohnt in Starrkirch-Wil.
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