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Ukraine-Krieg: Wie Schröder die Schuldfrage sozialisiert

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25.03.2022

Russland und der Westen haben viele Fehler gemacht, sagt Altkanzler Schröder. Doch er macht es sich zu leicht, meint Miguel Sanches

Gerhard Schröder könnte auch den Fahrplan der Bahn vorlesen – Argwohn und Misstrauen würden ihn begleiten. Den Ukraine-Krieg hat der Altkanzler gerade als Ergebnis eines „politisches Versagens“ bezeichnet. Wer sollte da widersprechen wollen?

Wenn Schröder sagt, jeder solle alles in seiner Kraft Stehende tun, um den furchtbaren Krieg zu beenden, sollte er auch den Adressat enger fassen: Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Ukraine überfallen, nicht umgekehrt.

Der Altkanzler sozialisiert die Schuldfrage. Indes, an diesem Krieg sind nicht alle schuld, ebenso wenig beide Seiten gleich. Er ist keine schicksalhafte Heimsuchung.

Vielmehr gibt es einen Aggressor, und den muss man benennen. Auch in dieser Krise........

© NRZ


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