Infrastruktur braucht Richtung
Wenn der Bund mit Riesensummen die Infrastruktur ausbauen will, dann braucht es einen genauen Blick auf die Verwendung der Mittel. Dass Schulden als Sondervermögen bezeichnet werden, ist bedenklich – noch mehr aber, wofür das Geld eingesetzt werden soll: Straßen, Schienen, Stromtrassen. Die Liste ist lang – und wirkt beliebig. Dabei ist nicht jeglicher Infrastrukturausbau zu begrüßen.
Wer will, dass der Verkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet, muss priorisieren. Dann muss der Niedergang der Bahn gestoppt werden. Seit dem Privatisierungsversuch 1994 wurden mehr als 5400 Kilometer Schienennetz stillgelegt. Der Abbau ist so weit fortgeschritten, dass Unternehmen, die auf die Schiene zurückgreifen wollen, ausgebremst werden, weil deren Kunden keinen Anschluss mehr haben.
Wer jetzt investiert, sollte eine klimafreundliche Infrastruktur aufbauen. Wenn unsere Kinder schon einen Schuldenberg erben, dann nicht auch noch wachsende Umweltbelastungen.
