»Stranger Things«: Die Entmenschlichung der Millie Bobby Brown
Eigentlich sollte die Welt derzeit über das große Finale von »Stranger Things« sprechen. Über das Schicksal der fiktiven Kleinstadt Hawkins, über Nostalgie und das Ende einer Ära. Doch während ein Teil der Fans über Plot-Löcher debattiert, stürzt sich ein beträchtlicher und erschreckend lautstarker Teil der Öffentlichkeit auf ein vermeintlich dringlicheres Thema: das Gesicht der Hauptdarstellerin. Das Gesicht von Eleven. Oder besser gesagt: das Gesicht von Millie Bobby Brown.
Die heute 21-jährige Schauspielerin steht seit ihrer frühesten Kindheit vor der Kamera. Mit dem weltweiten Erfolg der Netflix-Serie ging eine Entwicklung einher, die man nur als zutiefst beunruhigend bezeichnen kann. Ihr Körper wurde von Beginn an so behandelt, als sei er öffentliches Eigentum, ein Freiwild der Kommentarsektionen. Die Liste der Vorwürfe, die über die Jahre gegen sie erhoben wurden, ist dabei ebenso lang wie in sich widersprüchlich: Mal sei sie zu jung für bestimmte Outfits, mal wirke sie künstlich gealtert, mal sei sie zu stark geschminkt, dann wieder zu »erwachsen« in ihrem Auftreten. Sogar die absurde Behauptung, sie sei bereits zu alt,........
