Solidarität mit Migration ist auch eine Waffe
Zehntausende Migrant*innen haben sich in den vergangenen zwei Wochen von Marokko aus in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla durchgeschlagen – mindestens 72 ertranken dabei. Nicht die Toten erregen in der EU Empörung, sondern Bilder jener, die ihrer Freude über den kollektiven Grenzübertritt und der Hoffnung auf ein besseres Leben Ausdruck verliehen. »Linke wollen noch mehr Flüchtlinge in Berlin«, titelte am Dienstag ein deutsches Organ der Niedertracht zu einer solidarischen Forderung der Linksfraktion im Bundestag. Das Beitragsbild zeigte lächelnde und jubelnde junge Männer nach dem Grenzübertritt.
Dabei haben es die Menschen nicht einmal in den Schengen-Raum geschafft: Ceuta und Melilla sind davon ausgenommen, und die Fähren aufs europäische Festland werden vom spanischen Militär bewacht. Auch ohne am hochgerüsteten Zaun zu schießen, wie es nicht nur die AfD wohl gern hätte, hat die Regierung in Madrid ihre EU-Außengrenze gemäß dem Schengener Abkommen gesichert. Zudem sind die meisten der geschätzt........
