Fortgesetztes Töten inmitten einer Feuerpause |
Donald Trump ist zweifellos ein Effekthascher. Kraft seines Einflusses verlängert er nun schon zum zweiten Mal eine Waffenruhe, diesmal im Libanon. Gut, sollte man meinen. Selbstverständlich, wird man zustimmen. Nur: Die israelische Armee ist es gewohnt, Feuerpausen, die in der Regel mühsam ausgehandelt werden, systematisch und stetig zu brechen. Die Militärführung und die Regierung fühlen sich an solche Abkommen schlicht nicht gebunden oder bedingen sich einseitig Klauseln aus, die es ermöglichen, weiter zu töten, wenn es militärisch geboten erscheint. Auch die Hisbollah hat sich diese Position jetzt zu eigen gemacht.
Belege dafür gibt es zuhauf: Mitte der Woche wurde die 43-jährige libanesische Journalistin Amal Khalil von israelischen Soldaten getötet, nach Ansicht von Reporter ohne Grenzen (RSF) gezielt: »Amal Khalil lag nach israelischen Angriffen stundenlang im Sterben. Rettungskräfte wurden durch das Feuer der israelischen Armee daran gehindert, sie zu erreichen. Das sind Kriegsverbrechen«, sagte Christopher Resch, RSF-Pressereferent für........