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Netanjahus Wahlkampf kennt nur Zerstörung und Schmutz

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11.09.2019


Als ich im März über Netanjahus Wahlkampf, sein Regime und seine Methoden schrieb, wusste ich nicht, wie aktuell dieser Artikel noch sein würde, so dass ich ihn nochmals verwenden kann. Das System Netanjahu und Familie ist an Rücksichtslosigkeit nicht zu schlagen. Wenn also am 17. September auf sein Betreiben hin erneut gewählt wird, dann haben sich seine rassistischen und undemokratischen Methoden nochmals gesteigert. Werden demnächst noch Angriffe und Kriege gegen Syrien, Libanon und Iran das „Sahnehäubchen“ in Netanjahus Wahlkampf sein? Gibt es einen anderen Staat außer dem jüdischen, in dem es möglich ist, dass neben Unterdrückung, Korruption und Gesetzlosigkeit ein Volk so seiner Rechte beraubt wird – und das alles weiterhin ohne Konsequenzen? Während beispielsweise die Türkei und Russland und die Lieblingsfeinde Putin und Erdogan in deutschen Medien ständig dämonisiert werden, genießt Netanjahu eine unerträgliche Narrenfreiheit. Diese fiktive „einzige Demokratie im Nahen Osten“ genießt schließlich deutsche Staatsräson und steht somit unter "Artenschutz" – Besatzung, Siedlungsbau, Völker- und Menschenrechtsverletzungen hin oder her. Die deutschen Komplizen tun alles, um das Existenzrecht dieses Staates ohne definierte Grenzen, aber mit Expansionsgelüsten und „Jerusalem Gesetzen“ und rassistischen, mit allen Mitteln zu verteidigen.

Wenn nun Netanjahu für diesen zweiten Wahlkampf seine rassistischen Methoden weiter verfeinert, den palästinensischen Bürgern Israels das Wählen ganz vermiesen will mit seiner Ankündigung der Expansion aller nach dem Völkerrecht illegalen Siedlungen und das Filmen in Wahllokalen jetzt endgültig legalisieren will und kritische TV-Sender und Medien verbieten will, dann ist es bereits fünf nach zwölf und die Zeit mehr als reif, auf diese fatale Politik zu reagieren, die vor allem Populisten und Rassisten von Trump über Bolsonaro und Orban bis zur AfD hinter sich hat.

Dass die deutsche Regierung auf 17 Seiten ihre Sorgen darlegt und skeptisch wegen der "Zwei-Staatenlösung" ist, kann man nur noch als traurige Satire einer deutschen Außenpolitik in Scherben eines SPD-„Auschwitzministers“ und seiner CDU-„Chefin“ Kanzlerin Merkel betrachten, abbuchen und eigene Schlüsse ziehen. So bringe ich heute nochmals meinen erwähnten letzten Artikel zur Knesset-Wahl, da er an Aktualität leider nichts eingebüßt hat, sondern sich die Realität weiter verschlimmert hat, und das alles unter den Augen der scheinheiligen Weltgemeinschaft. Leidtragende sind wie immer die Palästinenser und israel-kritische Juden, Aktivisten der BDS-Kampagne und all diejenigen, die sich für einen gerechten Frieden einsetzen. Das ist der zionistische und zerstörerische Schmutz, der uns alle zum HANDELN zwingen sollte.


Faschistischer Wahlkampf in Zeiten der Judaisierung

Derzeit tobt einer der schmutzigsten Wahlkämpfe aller Zeiten im "Jüdischen Staat". Und wenn am 9.April die Wahlen stattfinden, wird König Bibi mit allen Mitteln versuchen, seine "korrupte Monarchie“ weiter zu führen. Schließlich meint er, sich seine eigenen Gesetze formen und sich über bestehende hinwegsetzen zu können. (1) Sollten alle Korruptionsvorwürfe endlich zu einer Anklage führen, dann wird auch das ihn nicht davon abhalten, Ministerpräsident zu bleiben. Den Gedanken an Rücktritt hat er schon mehrmals zurückgewiesen und lästert stattdessen lieber gegen "aufgehetzte linke" Medien. Außerdem diffamiert er eine Opposition, die mit "Arabern paktiere" und dadurch die Sicherheit des "Jüdischen Staates" gefährde. Er, der mit Unternehmern, Medienzaren und Zockerkönigen paktierte, um Vorteile zu erlangen, wie beispielsweise Jubelartikel in rechtsextremen Zeitungen und Internetportalen. Das "Königspaar" Bibi und Sara erhielt Luxusgeschenke, wofür er sich den großzügigen Spendern erkenntlich zeigte mit politischen Erleichterungen. Alles geschah mit Bedacht, von kofferweise schmutziger Wäsche auf Reisen,........

© Neue Rheinische Zeitung