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Jüdisch christliche Verlogenheit

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26.12.2019


Kurz vor Weihnachten kam die erlösende Nachricht. Die Besatzungsmacht des zionistischen Terror-Regimes gestattete 55 von 1000 christlichen Palästinensern, von denen 600 eine Ausreise beantragt hatten, doch noch ihre Familien in Jerusalem oder dem besetzten Westjordanland zu besuchen. Zuvor hatte die orthodoxe Kirche in Gaza kritisiert, dass lediglich weniger als hundert Christen, die älter als 40 Jahre sind, nur nach Jordanien reisen durften, nicht aber in das annektierte Jerusalem und das besetzte Bethlehem. Ob die restlichen Anfragen auch noch genehmigt werden steht in den "David-Sternen".

Schon zu den vergangenen Oster-Feierlichkeiten kritisierte die christliche Gemeinde im Gazastreifen, dass der "Jüdische Staat" nur etwa 200 palästinensischen Christen ab einem Alter von 50 Jahren die Ausreise nur nach Jordanien gestattete. Ganz kurzfristig vor Ostern bekamen dann hunderte Christen doch noch die Genehmigung, nach Ost-Jerusalem und in das besetzte Westjordanland zu reisen.

Unter den etwa zwei Millionen Palästinensern im Konzentrationslager Gaza leben tausend Christen, die allesamt seit zwölf Jahren unter der verschärften Blockade-Besatzung durch das zionistische Regime, mitgetragen vom ägyptischen al-Sisi "Putsch-Pharao"-Regime, unter unmenschlichen Bedingungen vegetieren müssen.

Nach dem Vorschlag des Grünen-Chefs Habeck, Deutschland solle "Flüchtlingskinder aus den überfüllten griechischen Lagern" aufnehmen, springt ihm der EKD-Vorsitzende und bayerische evangelische Landesbischof Bedford-Strohm zur Seite und fordert "humanitäre Zeichen" zu setzen.

Habeck sieht „schnieke“ Siedlungen in Hebron

Sowohl Habeck, der gerade den "Jüdischen Besatzerstaat" besuchte und die völkerrechtswidrigen „schnieken“ Siedlungen im besetzten Hebron bewunderte (schon zu unseligen Zeiten hat sich der deutsche Michel mächtig gefreut, dass der Führer den Juden eine Stadt gebaut hat), als auch Bedford-Strohm, der hervorhob, dass "Jesus selbst aus einer Flüchtlingsfamilie kam", ignorieren in ihrer christlichen und vorweihnachtlichen verlogenen Barmherzigkeit das Leid der palästinensischen Flüchtlinge, wie alle deutschen Politiker und Kirchenfürsten seit Jahrzehnten. (1)

Jesus war der erste Freiheitskämpfer gegen die jüdische Obrigkeit!

Es sind dies Flüchtlinge, die seit mehr als 70 Jahren als Vertriebene der Zionisten entweder im besetzten Palästina leben oder aber in Lagern wie im Libanon. Jesus war auch Flüchtling, aber auch ein Freiheitskämpfer gegen die jüdische Obrigkeit. Womöglich der erste Palästinenser als Vorkämpfer für die Freiheit Palästinas. Heute würde er sich vielleicht in der BDS-Bewegung für deren Ziele einsetzen.

„Allianzen der Humanität“


Wie sagte Kardinal Marx als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz noch am Sonntag: "Die Toten im Mittelmeer sind Christus". Schließlich "identifiziere sich Christus mit jedem, der Opfer wird". Mit solchen Sprüchen bekundete Marx und die Spitzen der großen Kirchen in Deutschland ihre Solidarität mit privaten Seenotrettern, die Migranten aus dem Mittelmeer retten. Wo war die Solidarität, als die Gaza-Flotte diese brauchte, als sie von jüdischen „Verteidigungssoldaten“ zur Umkehr gezwungen wurden? Auch Bedford-Strohm findet es richtig, "Allianzen der Humanität", auch mit "Nichtchristen" zu bilden.

„Allianzen der willigen Krieger“

Da frage ich mich, meint er damit die Allianz mit den flüchtenden hauptsächlich Muslimen oder mit den jüdischen Besatzern im "Heiligen Land" oder die „Allianz der willigen Krieger“ der so genannten „westlichen Wertegemeinschaft“, die die Länder des Nahen Ostens nach und nach in die Steinzeit bomben? Dazu Schweigen im Lande, gerade auch, wenn es um die illegale Besetzung Palästinas durch das Regime des "Jüdischen Staats" geht. Warum nicht die Exkommunikation von Politikern in Erwägung ziehen, die so schamlos offen den Frieden bedrohen?

Die Olivgrünen und die „russische Bedrohung“

Kein aufrüttelnder Protest ist zu hören von denen, die immer den Frieden im Mund führen, aber offen den Krieg in ihre morbiden Überlegungen mit einbeziehen. Gerade die Olivgrünen haben sich doch hervorgetan mit der Neubelebung der „russischen Bedrohung“, mit der ein Popanz aufgebaut wird, den allerdings die Mehrzahl der Deutschen durchschaut, weshalb sie für eine gute Partnerschaft mit diesem Land sind.

Klima der Angst

Auf Protest gegen die Ausreiseverweigerung für die Christen aus Gaza wartete man vergebens. Wie allein müssen........

© Neue Rheinische Zeitung