We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close
Aa Aa Aa
- A +

Hauptstadt der Besatzung und Unterdrückung

1 0 0
14.08.2019


Stellen wir uns einmal vor, Juden in aller Welt feiern ihre höchsten Feiertage wie Yom Kippur (Versöhnungstag) oder Rosch Haschanah (Neujahrsfest) und man würde sie am Beten hindern. Mit Sicherheit gäbe es rund um den Globus eine mediale Aufregung! Im Gegensatz dazu feiern Millionen von Muslimen rund um den Globus das Opferfest Eid-al-Adha und müssen hilflos mit ansehen, wie ihre palästinensischen Glaubensgenossen, die auf dem Haram al-Sharif und in der Al-Aqsa-Moschee beten wollen, daran gehindert werden. Zionistische Besatzertruppen und jüdische Siedler, Angehörige der extremistischen "Tempelberg-Gruppen, haben versucht, die heilige Moschee zu stürmen. Nachdem die jüdischen Extremisten und Besatzertruppen die muslimischen Gläubigen mit Gummigeschossen, Schlägern und Tränengas verletzt hatten, waren mindestens 61 Verletzte zu beklagen. Darunter auch Awqaf-Beamte der jordanischen Behörde, die den Haram al-Sharif verwaltet. Jordanien protestierte, wie schon so oft bevor.

Israel darf alles

Der rechtsextreme israelische Minister für "öffentliche Sicherheit", Gilad Erdan, bekannt für seine rassistischen Ausfälle, offenbarte seine Dummheit und Instinktlosigkeit und erlaubte etwa 1.700 extremistischen Juden, den Haram al-Sharif zu betreten. Das jordanische Außenministerium verurteilte sofort diese dreiste Provokation, die nur Wut und Frustrationen auslöst, besonders am ersten Tag des Opferfestes. Auch rief man die internationale Gemeinschaft auf, zu intervenieren, damit Israel dieses Verhalten stoppt. Was machen diese Drohungen dem Netanjahu-Regime schon aus? Auch die Aufforderung der Palästinensischen "Vichy-Abbas"-Autonomiebehörde an arabische und islamische Staaten, "Maßnahmen zu ergreifen" gegenüber der internationalen Gemeinschaft und Israel, um die Aggressionen gegen Gottesdienstbesucher zu stoppen, blieb nur ein hilfloser Versuch ohne Wirkung. Wirkungslos blieb auch die Forderung nach einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. Dies zeigt wieder einmal deutlich: Israel darf alles und macht alles, was zur Verfestigung der Besatzung und Judaisierung beiträgt.

Die al-Aqsa-Moschee gilt als drittwichtigste Moschee im Islam und ist für Palästinenser das Symbol und Erinnerung an Besatzung und Unterdrückung ihrer Heimat. Jahr für Jahr versuchen extremistische jüdische Politiker, den "Tempelberg" zu erobern und auch dort das Symbol der israelischen Besatzung, die Davidsternflagge, zu hissen. Sie wollen die Endlösung der Judaisierung mit der Tempelberg-Aneignung vollenden. Es könnte die Erfüllung dieses Wunsches drohen, nachdem US-Präsident Trump Jerusalem als "ewige jüdische Hauptstadt" anerkannte, ganz nach Verlangen des Netanjahu-Regimes.

Die Staatengemeinschaft verrät ihre angeblichen „Werte“, wenn es um israelische Verbrechen geht, und schaut feige zu und lässt das israelische Unrecht gegen das palästinensische Volk Jahr für Jahr geschehen. Mit Sicherheit ist Rassismus mit im Spiel, denn es geht ja "nur" um Muslime und Palästinenser, denen man zudem auch noch jedes Recht auf gewaltlosen Widerstand abspricht, wenn sie........

© Neue Rheinische Zeitung