We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close
Aa Aa Aa
- A +

Globale Destabilisierung durch westliche Einflussnahme

2 0 0
20.11.2019


Was wir derzeit an weltweiter westlicher Erschaffung von Feindbildern erleben, übersteigt alles das, was nach dem Ereignis des 11.September 2001 begann. Immer wieder sollen wir auf die "Bedrohung durch den Islam", also natürlich speziell durch „die“ Muslime, aufmerksam gemacht werden. Alles ist erlaubt, wenn es um den "sauberen" Kampf westlicher Staaten gegen die islamistische Bedrohung geht. Es wird suggeriert, dass wir es nur mit einem Feind weltweit zu tun haben, nämlich dem "islamistischen Terror", ohne allerdings zu differenzieren, indem „die Muslime“ insgesamt dafür in Haftung genommen werdent. Immer sind es WIR, also die westlichen "Demokratien", angeführt von den USA, die uns in diesen Kreuzzug führen. Diese gnadenlose Jagd auf fiktive Feinde, natürlich Muslime, Islamisten, haben sich mittlerweile auch verschiedene islamische Staaten angeschlossen, die auf diese Art versuchen, ihre diktatorischen Regime zu stabilisieren und zwar mit westlicher Hilfe.

Mit fiktiver Bedrohung auf den "rechten Kriegskurs"

So konnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nämlich die Feinde von außen und innen zu eliminieren. Wie besser als unter dieser gelogenen Rhetorik konnte man die strategischen und wirtschaftlichen Motive für Kriege und staatliche Unterwanderungen kaschieren. Mit den beliebten Floskeln von der "Selbstverteidigung" und von den „Menschenrechten“ konnte man diese Präventivkriege als gerecht, mit rein humanitärem Anspruch verkaufen!

Inzwischen ist diese Art der Kriegspolitik auch von den Medien verinnerlicht, die immer in vorauseilendem Gehorsam diese schmutzige Politik genau nach Wunsch der daran beteiligten Staaten unterstützen. So wurde die Bekämpfung des uns angeblich bedrohenden Terrorismus zum festen Bestandteil der Kriegspropaganda. Dass sich die Medien dabei nicht scheuen, mit gezielten Falschinformationen, auch aus mehr als zweifelhaften staatlichen oder Geheimdienstquellen, die schwer nachprüfbar sind, zu operieren, macht die Sache noch unappetitlicher. Alles das, was man dem Internet mit Hetze, Hasskommentaren und gezielten Falschinformationen vorwirft, dass die Demokratie "ausgehöhlt" wird, ist doch vor allen Dingen dem Umstand zu verdanken, dass genau mit dieser Art der Kommunikation gearbeitet wird, um uns als Bürger auf den "rechten Kriegskurs" zu bringen. Die fiktive Bedrohung wird inzwischen von einem Teil der Bevölkerung so verinnerlicht, dass diese Art der Politik als gerechtfertigt angenommen wird.

War es früher und heute noch "der Russe", der als Feind Nr.1 vor der Tür stand, gesellen sich immer mehr der Muslim, der Islam und die "Türken" hinzu. So hat der Westen unter Führung der USA, der NATO und des "Jüdischen Staates" es geschafft, diese "Feinde Amerikas" und des "Jüdischen Volkes" und der Zionisten überall als lauernde Gefahr darzustellen. Auch ein angeblich "muslimischer Antisemitismus" wird als gefährliches Phänomen an die Wand gemalt.

"Verteidigung" des brutalsten Apartheid- und Besatzungsregimes weltweit

Was der "Jüdische Staat" schon seit Staatsgründung als Politik der Bedrohung inszeniert, wird inzwischen von allen westlichen "Demokratien" kopiert. Diese Feinddarstellung rechtfertigt für den "Jüdischen Staat" alle Mittel, unterstützt von der Staatengemeinschaft, die den Besatzerstaat Israel als demokratischen Fels in der nahöstlichen Brandung darstellt, ganz im Sinne der Bekämpfung des "islamisch" und "palästinensisch" genannten Terrors. Damit lässt sich, gestützt von "westlichen Demokratien", jede Art der kriminellen zionistischen Unterdrückungs-, Besatzungs- und Angriffspolitik als gerechter Kampf gegen Terror und somit als Akt der "Selbstverteidigung"........

© Neue Rheinische Zeitung