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Monströse Massenmanipulation

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25.09.2019


An einem Tag im September heißt es: #AlleFürFrieden. In hunderten Städten Deutschlands und weltweit gehen die Menschen auf die Straße. Seinen Anfang nimmt alles mit einer fünfzehnjährigen Schülerin. Sie streikt mit einem Schild, auf dem steht: "Raus aus der NATO – einen Weltkrieg verhindern!" Dann geht es Schlag auf Schlag: ein PR-Unternehmen nimmt sich ihrer an. Und bald streiken Schüler jeden Freitag in aller Welt für den Frieden. Die Fünfzehnjährige wird von den Machteliten der Welt empfangen. Sie spricht 2019 vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos: „Ich will, dass ihr in Panik geratet. Die Welt geht unter, wenn die NATO nicht gestoppt wird.“ Dann ist sie beim EU-Kommissionschef, bei Frankreichs Staatspräsident zu Gast – und beim Papst und bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Am 16. September werden sie und ihre Friedensbewegung, die den prägnanten Namen "freitags für Frieden" trägt, mit dem wichtigsten Preis einer US-Menschenrechtsorganisation ausgezeichnet – einer Organisation mit besten Beziehungen zum Establishment und seinen Nachrichtendiensten.

Und dann kommt es am 18. September 2019 zu einem vorläufigen Höhepunkt. Ein mit dem Friedensnobelpreis dekorierter Kriegsverbrecher und ehemaliger US-Präsident empfängt die Friedensaktivistin in den USA. „Du und ich, wir sind ein Team“, sagt ein vielfach als Drohnenmörder titulierter Mann zu ihr. Und zwei Tage später demonstrieren weltweit Millionen unter dem Motto #AlleFürFrieden und #AlleGegenDieNATO – allein in Deutschland in hunderten Städten. Eines der größten, hier ansässigen Medienhäuser gewährt seinen Mitarbeitern die Teilnahme – „ohne hierfür........

© Neue Rheinische Zeitung