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Kommentar: Moria zeigt, dass sich Nächstenliebe nicht europäisieren lässt

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21.10.2020

Kinder und Erwachsene, denen Rauch und Flammen den Fluchtweg abgeschnitten haben, die rund um das brennende Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ums Überleben bangen. Diese Katastrophe ist eine mit Ansage. Wer in Zeiten der Corona-Pandemie 12.600 Menschen in ein für 2800 Flüchtlinge ausgelegtes Lager stopft, weiß, dass das zur Katastrophe führen muss. Doch Moria ist nicht nur eine verheerende Brand-Katastrophe, es ist auch eine politische Katastrophe für die Europäische Union. Es gibt in dieser Union keine menschenwürdige Flüchtlingspolitik. Darauf jetzt noch zu warten, grenzt an Zynismus.

Als die Würzburger Pfarrerin Angelika Wagner im Juli das Lager auf Lesbos besuchte, um zu helfen, war sie von den Zuständen schockiert. Was die Menschen dort erleben"ist nicht Europa" berichtete sie dieser Redaktion. Aber leider ist gerade das seit vielen Jahren völlig überbelegte Lager zu........

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